Biografie

William S. Burrough wurde 1914 als Spross einer begüterten Familie in St. Louis, Missouri geboren. Von 1932 bis 1936 studierte er englischen Literatur an der Harvard University, 1936/37 folgte ein Medizinstudium in Wien. Weitere Studien in Harvard zur Anthropologie brach er 1939 ab und schlug sich Anfang der 1940er Jahre in New York als Kammerjäger, Barmann und Privatdetektiv durch. Hier lernte er Allen Ginsberg und Jack Kerouac kennen, die ihn ermunterten, seine sporadischen Schreibversuche zu intensivieren, hier begann auch seine exzessive Drogenkarriere. Ungeachtet seiner homosexuellen Neigungen, die er im Alter von 16 Jahren entdeckte, ging William S. Burroughs drei Ehen mit Frauen ein. Als er 1949 wegen Drogenbesitzes angeklagt wurde, setzte er sich nach Mexiko Stadt ab, wo er im Jahr darauf seinen Roman »Junky« begann. 1951 erschoss Burroughs im Rausch seine Frau Joan Vollmer Adams bei einer nachgestellten Wilhelm-Tell-Szene. Fast 30 Jahre lebte Burroughs im selbst gewählten Exil, in Mexiko, Tanger, Paris und London. 1974 kehrte er in die USA zurück, wo er zur Schriftsteller-Ikone wurde und bis zu seinem Tod 1997 die Kultur seiner Zeit stark beeinflusste.