Biografie

Der indische Schriftsteller und Journalist Aravind Adiga wurde 1974 im südindischen Chennai (früher: Madras) geboren und wuchs in der Hafenstadt Mangaluru am Arabischen Meer auf, wo er das katholische St. Aloysius College besuchte. Im Alter von 16 Jahren zog er mit seiner Familie nach Sydney, zwei Jahre darauf verstarb seine Mutter. Als Sohn eines Arztes kam Adiga in den Genuss einer guten Ausbildung, er studierte englische Literatur, Ökonomie und Philosophie an der Columbia University in New York und am Magdalen College in Oxford. Zurück in Indien arbeitete er als Finanzjournalist für die Financial Times und als Südasien-Korrespondent für das Time Magazine. Seine Festanstellung bei dem New Yorker Magazin tauschte er nach drei Jahren gegen eine freie Mitarbeit ein, um mehr Zeit zum Schreiben eigener Texte zu haben. Für seinen Debütroman »Der weiße Tiger« erhielt er 2008 den renommierten englischen »Man Booker Prize« (als vierter indischer Preisträger nach Salman Rushdie, Arundhati Roy und Kiran Desai) und 2009 den italienischen »Premio Cavour«. Die langen Jahre im Ausland haben Adigas Blick auf die indischen Verhältnisse geschärft. So ist er in kürzester Zeit zu einer der wichtigsten Stimmen Indiens avanciert. Aravind Adiga lebt in Mumbai.