Die Kapuzinergruft

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»Die Kapuzinergruft« von Joseph Roth: Der Roman vom Untergang und »Anschluss« Österreichs als Hörbuch

Wie schon im 1932 erschienenen »Radetzkymarsch« greift der berühmte österreichische Schriftsteller Joseph Roth auch in seinem Roman »Die Kapuzinergruft« den Zerfall des Habsburgerreiches auf und spinnt die Geschichte rund um die aus dem »Radetzkymarsch« bekannte Familie Trotta weiter. Roth zeichnet ein Bild von Österreich-Ungarn zwischen 1913 und 1938 und spannt so den Bogen zwischen dem Untergang der Donaumonarchie im letzten Weltkriegsjahr und dem »Anschluss« Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland. In Roths Werken schlägt sich seine nach 1918 vollzogene Abkehr von monarchie-kritischen Ansichten hin zu einer Idealisierung der Habsburgermonarchie deutlich erkennbar nieder: Wie auch zuvor im »Radetzkymarsch« steht in seinem Roman »Die Kapuzinergruft« der Verlust der Heimat im Vordergrund, der sich im Tod des letzten habsburgischen Kaisers manifestiert. Der österreichische Schauspieler Walter Kohut leiht in seiner Lesung von Joseph Roths »Die Kapuzinergruft« dem Protagonisten Franz Ferdinand Trotta seine Stimme und nimmt die Hörer*innen mit auf die Reise in eine Vergangenheit, die durch Verlust und Hoffnungslosigkeit geprägt ist. Die bewegende Geschichte wurde vom SWR2...

»Die Kapuzinergruft« von Joseph Roth: Der Roman vom Untergang und »Anschluss« Österreichs als Hörbuch

Wie schon im 1932 erschienenen »Radetzkymarsch« greift der berühmte österreichische Schriftsteller Joseph Roth auch in seinem Roman »Die Kapuzinergruft« den Zerfall des Habsburgerreiches auf und spinnt die Geschichte rund um die aus dem »Radetzkymarsch« bekannte Familie Trotta weiter. Roth zeichnet ein Bild von Österreich-Ungarn zwischen 1913 und 1938 und spannt so den Bogen zwischen dem Untergang der Donaumonarchie im letzten Weltkriegsjahr und dem »Anschluss« Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland. In Roths Werken schlägt sich seine nach 1918 vollzogene Abkehr von monarchie-kritischen Ansichten hin zu einer Idealisierung der Habsburgermonarchie deutlich erkennbar nieder: Wie auch zuvor im »Radetzkymarsch« steht in seinem Roman »Die Kapuzinergruft« der Verlust der Heimat im Vordergrund, der sich im Tod des letzten habsburgischen Kaisers manifestiert. Der österreichische Schauspieler Walter Kohut leiht in seiner Lesung von Joseph Roths »Die Kapuzinergruft« dem Protagonisten Franz Ferdinand Trotta seine Stimme und nimmt die Hörer*innen mit auf die Reise in eine Vergangenheit, die durch Verlust und Hoffnungslosigkeit geprägt ist. Die bewegende Geschichte wurde vom SWR2 vertont und erscheint bei Der Audio Verlag als Hörbuch auf 1 mp3-CD.

Das Schicksal von einem, der die Heimat verliert

Franz Ferdinand Trotta befindet sich gerade bei seinem Freund Reisiger in Galizien, als der Erste Weltkrieg ausbricht. Um mit Reisinger und Trottas Vetter Joseph Branco zusammen zu bleiben, lässt sich der aus Wien stammende Trotta in ein ostgalizisches Regiment versetzen. Die drei Freunde geraten in Kriegsgefangenschaft, aber ihnen gelingt die Flucht gen Sibirien, wo sie den restlichen Krieg über bleiben – und sich auseinanderleben. Die Freundschaft zerbricht und Trotta kehrt allein in seine österreichische Heimat zurück, die kaum noch wiederzuerkennen ist. Das Nachkriegsjahr ist gezeichnet durch die anhaltenden Demonstrationen und blutigen Auseinandersetzungen auf den Straßen Wiens, die der Zusammenbruch des Habsburgerreiches zur Folge hatte. Franz Ferdinand Trotta trauert der Monarchie hinterher und wäre am liebsten dort, wo auch der tote Kaiser ist: In der Kapuzinergruft, der Ruhestätte des alten Österreichs, das nun unwiederbringlich verloren ist.

Die SWR2-Lesung mit Walter Kohut als Hörbuch bei DAV

Walter Kohut (†1980) war ein österreichischer Theater- und Filmschauspieler, der die Bühne wie die Leinwand liebte: An Wiener Theatern und in Filmen wie Horváths »Geschichten aus dem Wiener Wald« zeigte er sein leidenschaftliches Talent. Auch in der SWR2-Lesung von Roths »Die Kapuzinergruft« überzeugt er mit seiner authentischen Interpretation.

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Autor

Joseph Roth

Joseph Roth wurde in Brody/Ostgalizien als Sohn jüdischer Eltern geboren. Nach einem Germanistik-Studium in Wien nahm er als österreichischer Offizier bis Kriegsende am 1. Weltkrieg teil. 1919 begann er seine journalistische Karriere bei der Wiener Tageszeitung „Der neue Tag“.

1920 übersiedelte er nach Berlin. In der Folgezeit entwickelte er sich als Feuilletonist, Reiseschriftsteller und Essayist zu einem der glänzendsten Stilisten des deutschsprachigen Raums. Als Paris-Korrespondent der „Frankfurter Zeitung“ arbeitete er in Frankreich und schrieb aufsehenerregende Reportage-Serien über seine Reisen nach Polen, Russland, Albanien, Italien – und ins Saargebiet.

Roth, der Wert darauf legte, in den namhaften linken und bürgerlich liberalen Zeitungen, für die er schrieb, nicht „Zugabe, sondern Hauptmahlzeit“ zu sein, ließ auch seine belletristischen Werke zuerst in Zeitungen als Fortsetzungsdrucke erscheinen. Als Romancier und Novellist gehört er zu den bedeutendsten Autoren der Zwischenkriegszeit und des Exils. Seine wichtigsten Romane „Hiob“, „Die Kapuzinergruft“, „Die Legende vom heiligen Trinker“, „Radetzkymarsch“, „Das Spinnennetz“ wurden zwischen 1963 und 1989, u. a. von Johannes Schaaf und Bernhard Wicki verfilmt.

Als Roths Frau Friedl 1928, sechs Jahre nach der...

Joseph Roth wurde in Brody/Ostgalizien als Sohn jüdischer Eltern geboren. Nach einem Germanistik-Studium in Wien nahm er als österreichischer Offizier bis Kriegsende am 1. Weltkrieg teil. 1919 begann er seine journalistische Karriere bei der Wiener Tageszeitung „Der neue Tag“.

1920 übersiedelte er nach Berlin. In der Folgezeit entwickelte er sich als Feuilletonist, Reiseschriftsteller und Essayist zu einem der glänzendsten Stilisten des deutschsprachigen Raums. Als Paris-Korrespondent der „Frankfurter Zeitung“ arbeitete er in Frankreich und schrieb aufsehenerregende Reportage-Serien über seine Reisen nach Polen, Russland, Albanien, Italien – und ins Saargebiet.

Roth, der Wert darauf legte, in den namhaften linken und bürgerlich liberalen Zeitungen, für die er schrieb, nicht „Zugabe, sondern Hauptmahlzeit“ zu sein, ließ auch seine belletristischen Werke zuerst in Zeitungen als Fortsetzungsdrucke erscheinen. Als Romancier und Novellist gehört er zu den bedeutendsten Autoren der Zwischenkriegszeit und des Exils. Seine wichtigsten Romane „Hiob“, „Die Kapuzinergruft“, „Die Legende vom heiligen Trinker“, „Radetzkymarsch“, „Das Spinnennetz“ wurden zwischen 1963 und 1989, u. a. von Johannes Schaaf und Bernhard Wicki verfilmt.

Als Roths Frau Friedl 1928, sechs Jahre nach der Hochzeit, an Schizophrenie erkrankte, hatte dies schwere Schuldgefühle und eine desolate finanzielle Situation für Joseph Roth zur Folge. Er wurde zum Trinker und starb 1939 im Pariser Exil im Alter von nur 45 Jahren. Seine Frau wurde 1940 von den Nazis ermordet.

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4 h 12 min

1 MP3-CD

  • Genre:

    Klassik

  • Format:

    Lesung

  • Fassung:

    gekürzt

  • Veröffentlichung:

    17.09.2021

  • ISBN:

    978-3-7424-2146-3

  • UVP:

    EUR 10,00

Pressematerial

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