Briefe aus Deutschland

Briefe aus Deutschland

Gekürzte Fassung mit Bernt Hahn

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»In allen Reportagen gab er [Roth] den klug kommentierenden Beobachter, dessen ernsthaft gemeinte, vernünftige Verbesserungsvorschläge meist belächelt wurden. Bernt Hahn liest neutral, sachlich und präzise.«
Münchner Merkur, Hildegard Lorenz, 29.03.2019
»Bernt Hahns Lesung... ist bezwingend. Seine Stimmbänder haben genau die richtige Fleckung und das aufregende Timbre für Roths überzeitliche Prosa.«
Der Standard, Alexander Kluy, 27.04.2019
Inhalt

»Ich bin durchsättigt vom Saargebiet und kenne es wie Wien. Sie werden sehen« – so kündigte Joseph Roth 1927 in einem Brief an den Feuilleton-Chef der »Frankfurter Zeitung« seine ersten Saar-Reportagen an. Ausgehend von einem Besuch im angrenzenden Lothringen – ein Zankapfel zwischen Deutschland und Frankreich – schuf Roth sieben pointierte Momentaufnahmen vom politischen, sozialen und kulturellen Alltag im Saarland. Joseph Roth war ein treffsicherer Beobachter, seine Texte – kongenial gelesen von Bernt Hahn – bestechen bis heute durch ihre Brillanz und Klarheit.

Autor

Joseph Roth

Joseph Roth wurde in Brody/Ostgalizien als Sohn jüdischer Eltern geboren. Nach einem Germanistik-Studium in Wien nahm er als österreichischer Offizier bis Kriegsende am 1. Weltkrieg teil. 1919 begann er seine journalistische Karriere bei der Wiener Tageszeitung „Der neue Tag“.

1920 übersiedelte er nach Berlin. In der Folgezeit entwickelte er sich als Feuilletonist, Reiseschriftsteller und Essayist zu einem der glänzendsten Stilisten des deutschsprachigen Raums. Als Paris-Korrespondent der „Frankfurter Zeitung“ arbeitete er in Frankreich und schrieb aufsehenerregende Reportage-Serien über seine Reisen nach Polen, Russland, Albanien, Italien – und ins Saargebiet.

Roth, der Wert darauf legte, in den namhaften linken und bürgerlich liberalen Zeitungen, für die er schrieb, nicht „Zugabe, sondern Hauptmahlzeit“ zu sein, ließ auch seine belletristischen Werke zuerst in Zeitungen als Fortsetzungsdrucke erscheinen. Als Romancier und Novellist gehört er zu den bedeutendsten Autoren der Zwischenkriegszeit und des Exils. Seine wichtigsten Romane „Hiob“, „Die Kapuzinergruft“, „Die Legende vom heiligen Trinker“, „Radetzkymarsch“, „Das Spinnennetz“ wurden zwischen 1963 und 1989, u. a. von Johannes Schaaf und Bernhard Wicki verfilmt.

Als Roths Frau Friedl 1928, sechs Jahre nach der...

Joseph Roth wurde in Brody/Ostgalizien als Sohn jüdischer Eltern geboren. Nach einem Germanistik-Studium in Wien nahm er als österreichischer Offizier bis Kriegsende am 1. Weltkrieg teil. 1919 begann er seine journalistische Karriere bei der Wiener Tageszeitung „Der neue Tag“.

1920 übersiedelte er nach Berlin. In der Folgezeit entwickelte er sich als Feuilletonist, Reiseschriftsteller und Essayist zu einem der glänzendsten Stilisten des deutschsprachigen Raums. Als Paris-Korrespondent der „Frankfurter Zeitung“ arbeitete er in Frankreich und schrieb aufsehenerregende Reportage-Serien über seine Reisen nach Polen, Russland, Albanien, Italien – und ins Saargebiet.

Roth, der Wert darauf legte, in den namhaften linken und bürgerlich liberalen Zeitungen, für die er schrieb, nicht „Zugabe, sondern Hauptmahlzeit“ zu sein, ließ auch seine belletristischen Werke zuerst in Zeitungen als Fortsetzungsdrucke erscheinen. Als Romancier und Novellist gehört er zu den bedeutendsten Autoren der Zwischenkriegszeit und des Exils. Seine wichtigsten Romane „Hiob“, „Die Kapuzinergruft“, „Die Legende vom heiligen Trinker“, „Radetzkymarsch“, „Das Spinnennetz“ wurden zwischen 1963 und 1989, u. a. von Johannes Schaaf und Bernhard Wicki verfilmt.

Als Roths Frau Friedl 1928, sechs Jahre nach der Hochzeit, an Schizophrenie erkrankte, hatte dies schwere Schuldgefühle und eine desolate finanzielle Situation für Joseph Roth zur Folge. Er wurde zum Trinker und starb 1939 im Pariser Exil im Alter von nur 45 Jahren. Seine Frau wurde 1940 von den Nazis ermordet.

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Sprecher

Bernt Hahn

Bernt Hahn wurde 1945 in Hersfeld geboren. Er absolvierte eine Ausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Danach stand er über 30 Jahre auf der Bühne, u. a. beim Schauspiel Köln, Düsseldorfer Schauspielhaus, Schauspielhaus Frankfurt, Bochumer Schauspielhaus. In diversen Hörspielproduktionen und in verschiedensten Rollen bei Film und Fernsehen wirkte er mit , u. a. in den Serien »Tatort« und »Die Wache« und 1999 in dem Film »Zechenblues« von Jürgen Weber. Für die Komplettlesung von Marcel Prousts »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit« wurde er 2003 für den deutschen Hörbuchpreis nominiert.

Bernt Hahn ist unter anderem Sprecher in den DAV-Hörbüchern »Nana« von Émile Zola, »Das Ende ist mein Anfang« und »Asien, mein Leben« von Tiziano Terzani, »Arthur und George« von Julian Barnes, »Yemma – Meine Mutter, mein Kind« von Tahar Ben Jelloun und »Die Bin Ladens – Eine arabische Familie« von Steve Coll.

2 h 12 min

1 MP3-CD

  • Genre:

    Sachbücher

  • Format:

    Lesung

  • Fassung:

    gekürzt

  • Veröffentlichung:

    22.03.2019

  • ISBN:

    978-3-7424-0930-0

  • UVP:

    EUR 10

Pressematerial

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