Der Tod des Iwan Iljitsch

Ungekürzte Fassung mit Gert Westphal

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»Leo Tolstoi ist aktueller denn je.« DER TAGESSPIEGEL
Inhalt

Auf dem Sterbebett schaut der schwerkranke Richter Iwan Iljitsch zurück auf sein Leben – mit bitteren Erkenntnissen: Sein Beruf bedeutet ihm nichts, seine Frau und er haben sich auseinandergelebt, all die Vergnügungen mit seinen Freunden erscheinen ihm im Nachhinein als vertane Zeit. Kurz: Er wünschte, er hätte anders gelebt. Isoliert von seiner Familie leidet Iwan psychische und physische Qualen, denen seine Ärzte völlig hilflos gegenüberstehen. Tolstois Erzählung über den Todeskampf eines desillusionierten Mannes wird vorgetragen von Gert Westphal, dessen Erzählkunst die große Intimität und Sprachgewalt des Textes noch intensiviert.

Autor

Leo Tolstoi

Leo Tolstoi wurde 1828 in Jasnaja Poljana in ein russisches Adelsgeschlecht hineingeboren. In seinem Studium an der Universität Kasan widmete er sich den orientalischen Sprachen und der Rechtswissenschaft.

Militärdienst und das Schreiben von Kriegsberichten

1851 trat Leo Tolstoi dem kaukasischen Regiment bei. Er erlebte sowohl die Kämpfe im Kaukasus als auch den Krimkrieg mit. Aus dieser Zeit stammen zahlreiche realistische Kriegsberichte, die ihn schnell bekannt machten.

Eine pädagogische »Grand Tour« und seine literarischen Welterfolge

1857 und 1860/61 unternahm Tolstoi einige Reisen nach Westeuropa und knüpfte inspirierende Kontakte, u. a. zu dem englischen Schriftsteller Charles Dickens und den deutschen Pädagogen Friedrich Fröbel und Adolph Diesterweg. Nach seinen lehrreichen und beflügelnden Bildungsreisen richtete Leo Tolstoi Dorfschulen nach dem Vorbild Rousseaus ein und verfasste Lesebücher mit Erzählungen zu Geschichte, Physik, Biologie und Religion. Nach seiner Heirat 1862 verfasste er seine bekanntesten Werke »Krieg und Frieden« (1868/69) und »Anna Karenina« (1877/78), mit denen er große Berühmtheit erlangte.

Der suchende Leo Tolstoi

Nach seinem grandiosen Erfolg verfiel Tolstoi in eine Phase tiefster Orientierungslosigkeit. Um seiner Lethargie zu entrinnen, begann er sich intensiv mit religiösen Fragen auseinanderzusetzen und entwickelte eine Abneigung gegen die rituelle Religiosität der russischen Kirche. Die Verbreitung seiner Anschauung stieß auf politischen und kirchlichen Widerstand. 1901 wurde Leo Tolstoi exkommuniziert. In seinem letzten Lebensjahr unternahm Tolstoi noch einmal eine Reise in den Süden, auf der er schließlich am 7. November 1910 verstarb.

Leo Tolstois Meisterwerk bei Der Audio Verlag

Der eindrucksvolle Roman »Anna Karenina« wurde als ungekürzte Lesung mit Ulrich Noethen auf 30 CDs bei DAV veröffentlicht.

Sprecher

Gert Westphal

Gert Westphal, geboren am 5. Oktober 1920 in Dresden. Schauspielausbildung am Dresdener Konservatorium. Westphal arbeitete als Schauspieler, Sprecher sowie als Theater- und Opernregisseur. 1945 erhielt er sein erstes Engagement an den Bremer Kammerspielen. 1946 begann seine zweite Karriere im Rundfunk als Sprecher bei Radio Bremen, wo er 1948 zum Chef der Hörspielabteilung avancierte. 1953 Wechsel zum Südwestfunk in Baden-Baden. 1959-1980 Mitglied im Ensemble des Zürcher Schauspielhauses. 1980 wurde er als Schauspieler, Regisseur und Rezitator auf der Bühne und in Rundfunkproduktionen freiberuflich tätig. 1984 nannte »Die Zeit« ihn den »König der Vorleser«. Zu seinen Lieblingsautoren zählten Johann Wolfgang Goethe, Theodor Fontane und Thomas Mann, dessen gesamtes Werk er für den Hörfunk gelesen hat. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Literaturpreis der Stadt Zürich, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und den deutschen Schallplattenpreis. Gert Westphal starb am 11. November 2002 in Zürich.

Foto: Picture Alliance / dpa

2 h 20  min

1 CD

  • Genre:

    Literatur/Klassiker

  • Format:

    Lesung

  • Fassung:

    ungekürzt

  • Veröffentlichung:

    10.03.2017

  • ISBN:

    978-3-7424-0040-6

  • UVP:

    EUR 10
    |
    SFR 14,9

Pressematerial

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