Der Tod des Iwan Iljitsch

Ungekürzte Fassung mit Gert Westphal

Bestellen Sie bei Ihrem Webshop:

»Leo Tolstoi ist aktueller denn je.« DER TAGESSPIEGEL
Inhalt

»Der Tod des Iwan Iljitsch« vom großen Meister Leo Tolstoi erscheint als Hörbuch bei Der Audio Verlag in der Klassiker-Edition »Große Werke. Große Stimmen«

Der Klassiker »Der Tod des Iwan Iljitsch« erzählt von der existenziellen Suche und den Fragen eines Todkranken, von Angst und Machtlosigkeit und der Bilanz eines Lebens. Was nützen Ansehen, Beruf und Ehe, wenn in der Rückschau nichts wertvoll und richtig war und im Jetzt die Einsamkeit erdrückend ist? Leo Tolstoi widmet sich in der 1886 erschienenen Novelle den ganz großen Themen, den Fragen des Wie und Warum des Lebens, die an Brisanz niemals verlieren werden. In der, vom NDR produzierten, ungekürzten Lesung macht Gert Westphal den Todeskampf des Iwan Iljitsch nachfühlbar und wird dem großen Stoff mehr als gerecht.

Intensiv und berührend interpretiert Gert Westphal, der »König der Vorleser« (Die Zeit), Leo Tolstois Erzählung »Der Tod des Iwan Iljitsch« im Hörbuch bei Der Audio Verlag

Als der 45-jährige Richter Iwan Iljitsch erfährt, dass er dem Tode geweiht ist, denkt er an sein wohlgeratenes Leben zurück und erkennt, dass es eigentlich verfehlt war. Aus den falschen Gründen hat er Entscheidungen getroffen, er hat oberflächlich gelebt und es den anderen immer recht machen wollen. In den Wochen vor seinem Tod setzt er sich mit den immer drängenderen existenziellen Fragen nach dem guten und sinnhaften Leben auseinander. Erschreckend werden dem Kranken die Gefühlskälte, der Egoismus und die Gier derjenigen bewusst, die ihm am nächsten sein sollten, seiner Familie und Bekannten. »Der Tod des Iwan Iljitsch« ist eine meisterhafte Erzählung über Todesangst und Reue, eine zeitlose Aufforderung zum bewussteren Leben, ein memento mori.

Die ungekürzte Lesung mit Gert Westphal, produziert vom NDR, erscheint bei DAV in der Klassiker-Edition »Große Werke. Große Stimmen«

Gert Westphal (1920-2002) war Schauspieler, Regisseur und hat als Sprecher in unzähligen Rundfunkproduktionen, Hörbüchern und Hörspielen mitgewirkt. Seine ausgeprägte Vorliebe für die Lesung und Interpretation literarischer Klassiker macht ihn unverzichtbar für die DAV-Edition »Große Werke. Große Stimmen«. Er nimmt mit seiner eindringlichen Stimme dem düsteren Stoff über den desillusionierten Iwan Iljitsch seine Schwere, nicht aber die Bedeutungstiefe, und intensiviert die Intimität und Sprachgewalt des Klassikers. Das Hörbuch, produziert vom NDR, erscheint in ungekürzter Lesung bei Der Audio Verlag auf 1 mp3-CD.

Autor

Leo Tolstoi

Leo Tolstoi wurde 1828 in Jasnaja Poljana in ein russisches Adelsgeschlecht hineingeboren. In seinem Studium an der Universität Kasan widmete er sich den orientalischen Sprachen und der Rechtswissenschaft.

Militärdienst und das Schreiben von Kriegsberichten

1851 trat Leo Tolstoi dem kaukasischen Regiment bei. Er erlebte sowohl die Kämpfe im Kaukasus als auch den Krimkrieg mit. Aus dieser Zeit stammen zahlreiche realistische Kriegsberichte, die ihn schnell bekannt machten.

Eine pädagogische »Grand Tour« und seine literarischen Welterfolge

1857 und 1860/61 unternahm Tolstoi einige Reisen nach Westeuropa und knüpfte inspirierende Kontakte, u. a. zu dem englischen Schriftsteller Charles Dickens und den deutschen Pädagogen Friedrich Fröbel und Adolph Diesterweg. Nach seinen lehrreichen und beflügelnden Bildungsreisen richtete Leo Tolstoi Dorfschulen nach dem Vorbild Rousseaus ein und verfasste Lesebücher mit Erzählungen zu Geschichte, Physik, Biologie und Religion. Nach seiner Heirat 1862 verfasste er seine bekanntesten Werke »Krieg und Frieden« (1868/69) und »Anna Karenina« (1877/78), mit denen er große Berühmtheit erlangte.

Der suchende Leo Tolstoi

Nach seinem grandiosen Erfolg verfiel Tolstoi in eine Phase tiefster Orientierungslosigkeit. Um seiner Lethargie zu entrinnen, begann er sich intensiv mit religiösen Fragen auseinanderzusetzen und entwickelte eine Abneigung gegen die rituelle Religiosität der russischen Kirche. Die Verbreitung seiner Anschauung stieß auf politischen und kirchlichen Widerstand. 1901 wurde Leo Tolstoi exkommuniziert. In seinem letzten Lebensjahr unternahm Tolstoi noch einmal eine Reise in den Süden, auf der er schließlich am 7. November 1910 verstarb.

Leo Tolstois Meisterwerk bei Der Audio Verlag

Der eindrucksvolle Roman »Anna Karenina« wurde als ungekürzte Lesung mit Ulrich Noethen auf 30 CDs bei DAV veröffentlicht.

Sprecher

Gert Westphal

Gert Westphal, geboren am 5. Oktober 1920 in Dresden. Schauspielausbildung am Dresdener Konservatorium. Westphal arbeitete als Schauspieler, Sprecher sowie als Theater- und Opernregisseur. 1945 erhielt er sein erstes Engagement an den Bremer Kammerspielen. 1946 begann seine zweite Karriere im Rundfunk als Sprecher bei Radio Bremen, wo er 1948 zum Chef der Hörspielabteilung avancierte. 1953 Wechsel zum Südwestfunk in Baden-Baden. 1959-1980 Mitglied im Ensemble des Zürcher Schauspielhauses. 1980 wurde er als Schauspieler, Regisseur und Rezitator auf der Bühne und in Rundfunkproduktionen freiberuflich tätig. 1984 nannte »Die Zeit« ihn den »König der Vorleser«. Zu seinen Lieblingsautoren zählten Johann Wolfgang Goethe, Theodor Fontane und Thomas Mann, dessen gesamtes Werk er für den Hörfunk gelesen hat. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Literaturpreis der Stadt Zürich, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und den deutschen Schallplattenpreis. Gert Westphal starb am 11. November 2002 in Zürich.

Foto: Picture Alliance / dpa

2 h 20  min

1 CD

  • Genre:

    Klassiker/Literatur

  • Format:

    Lesung

  • Fassung:

    ungekürzt

  • Veröffentlichung:

    10.03.2017

  • ISBN:

    978-3-7424-0040-6

  • UVP:

    EUR 10

Pressematerial

Hinweis: Mit dem Download verpflichte ich mich zur Einhaltung der AGB des Anbieters.