Die Geschwister Oppermann

Gekürzte Fassung mit Michael Degen

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»Feuchtwanger macht süchtig.« SZ
Inhalt

Die Oppermanns sind angesehene Leute. Die Geschwister Gustav, Martin, Edgar und Klara sind im Deutschland der beginnenden 30er Jahre zu Hause, das Familienunternehmen floriert. Doch mit der Machtergreifung der Nazis gerät ihr Leben in Gefahr, und wie viele »Unpolitische« erkennen sie das spät – einige von ihnen viel zu spät. Scharfsichtig beschreibt Feuchtwanger auch im zweiten Teil der »Wartesaal-Trilogie« (1933) die beginnende Judenverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland.

Autor

Lion Feuchtwanger

Lion Feuchtwanger wird 1884 in München als Sohn eines vermögenden jüdischen Margarinefabrikanten geboren. Er studierte Germanistik und Geschichte in München und Berlin und noch während er an seiner Dissertation arbeitet, verkehrt er bereits im Kreise der Münchener Bohème. Er verfasst erste Dramen, Erzählungen, Theaterkritiken. Schon sehr früh entdeckt er das Talent des jungen Bertolt Brecht, mit dem ihn alsbald eine lebenslange Freundschaft verbindet.

Während des Ersten Weltkriegs 1914 wird Feuchtwanger zum Wehrdienst eingezogen, aus gesundheitlichen Gründen aber suspendiert und zum frühen Kriegsgegner. Mit seinen ersten historischen Romanen »Die häßliche Herzogin Margarete Maultasch« und »Jud Süß« erlangt er Weltruhm. Schon sehr früh erkennt er die Gefahr, die von Hitler und der NSDAP ausgeht. 1930 erscheint der Roman »Erfolg«, in dem Feuchtwanger ein sarkastisches Sittengemälde Bayerns von 1921 bis 1924 zeichnet. 1933, während der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland, befindet sich Feuchtwanger auf einer Vortragsreise durch die USA. Aufgrund seiner politisch literarischen Arbeit und seiner jüdischen Abstammung kehrt er nicht nach Deutschland zurück. Sein Name taucht 1933 in der ersten Ausbürgerungsliste Hitlerdeutschlands auf. Seine Bücher werden verboten, Haus und Vermögen...

Lion Feuchtwanger wird 1884 in München als Sohn eines vermögenden jüdischen Margarinefabrikanten geboren. Er studierte Germanistik und Geschichte in München und Berlin und noch während er an seiner Dissertation arbeitet, verkehrt er bereits im Kreise der Münchener Bohème. Er verfasst erste Dramen, Erzählungen, Theaterkritiken. Schon sehr früh entdeckt er das Talent des jungen Bertolt Brecht, mit dem ihn alsbald eine lebenslange Freundschaft verbindet.

Während des Ersten Weltkriegs 1914 wird Feuchtwanger zum Wehrdienst eingezogen, aus gesundheitlichen Gründen aber suspendiert und zum frühen Kriegsgegner. Mit seinen ersten historischen Romanen »Die häßliche Herzogin Margarete Maultasch« und »Jud Süß« erlangt er Weltruhm. Schon sehr früh erkennt er die Gefahr, die von Hitler und der NSDAP ausgeht. 1930 erscheint der Roman »Erfolg«, in dem Feuchtwanger ein sarkastisches Sittengemälde Bayerns von 1921 bis 1924 zeichnet. 1933, während der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland, befindet sich Feuchtwanger auf einer Vortragsreise durch die USA. Aufgrund seiner politisch literarischen Arbeit und seiner jüdischen Abstammung kehrt er nicht nach Deutschland zurück. Sein Name taucht 1933 in der ersten Ausbürgerungsliste Hitlerdeutschlands auf. Seine Bücher werden verboten, Haus und Vermögen konfisziert. Im französischen Sanary-sur-Mer vollendet er u. a. die »Wartesaal«- und die »Josephus«-Trilogie. Seine öffentlichkeitswirksame Unterstützung für Stalins Sowjetunion diskreditierte den Schriftsteller für lange Zeit in den Augen des Westens – trotz allem entschied er sich schließlich für die Emigration in die USA. Ab 1941 lebt Feuchtwanger in Kalifornien, seinem Antrag auf Einbürgerung aber wird nie stattgegeben. Er verfasst weiterhin historische Romane, Erzählungen, Stücke und Essays. Er stirbt 1958 in Pacific Palisades.

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Sprecher

Michael Degen

Michael Degen wurde 1932 in Chemnitz als Sohn jüdischer Eltern geboren. Er überlebte die Zeit des Nationalsozialismus zusammen mit seiner Mutter unter falscher Identität und in zahlreichen Verstecken. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann er 1946 seine Schauspielausbildung am Deutschen Theater in Berlin. Dort erhielt er auch sein erstes Engagement. In den folgenden Jahrzehnten war Michael Degen u. a. an den Kammerspielen in Tel Aviv, Berlin, Köln, München, Salzburg, Hamburg und Wien beschäftigt. Seit den 1970er Jahren wirkt er in zahlreichen Fernsehfilmen mit. So war er u. a. in »Die Wahlverwandtschaften« (1981), »Babij Jar – Das vergessene Verbrechen« (2002) und »Die Sturmflut« (2006) mit. Bereits 1982 spielte er den Dr. Gustav Oppermann in dem Fernsehspiel »Die Geschwister Oppermann«. Durch zahlreiche weitere Rollen in  populären Fernsehserien wie »Diese Drombuschs« und den »Donna Leon«-Verfilmungen wurde  Michael Degen einem breiten Publikum bekannt. Die Autobiographie von Michael Degen »Nicht alle waren Mörder«(2002) wurde im Jahr 2006 verfilmt.

7 h 41  min

6 CDs

  • Genre:

    Klassiker/Literatur

  • Format:

    Lesung

  • Fassung:

    gekürzt

  • Veröffentlichung:

    01.10.2008

  • ISBN:

    978-3-89813-804-8

  • UVP:

    EUR 27,99

Pressematerial

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