Herz der Finsternis. Nach einer Erzählung von Joseph Conrad

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»Adler schuf eine faszinierende Hommage an Conrad und Welles.«
Platz 3 der hr2-Hörbuchbestenliste Januar 2017, aus der Jurybegründung
»Dem Hörspiel folgt man gebannt, begeistert von der Sorgfalt der Produktion, dem Können der Schauspieler, dem klugen Einsatz von Musik und Geräuschsignalen.«
Süddeutsche Zeitung, Jens Bisky, 29.11.2016
»Es schnarrt wie aus einem alten Lautsprecher, wenn die Musik aus „Citizen Kane“... die gelesenen Regieanweisungen untermalt und Sylvester Groth als Captain Marlow tiefer und tiefer in den Dschungel der menschlichen Seele vordringt... Wer an einem kalten Herbsttag in den Sog dieses beeindruckenden Hörstücks gerät, ist nachher fertig mit der Welt.«
Der Tagesspiegel, Moritz Honert, 17.11.2016
»Walter Adler ist... ein eindringliches Hörspiel gelungen. Seine Inszenierung steht ganz in der Tradition des Film Noir. Beeindruckend.«
Deutschlandradio Kultur, Lesart, Andi Hörmann, 30.01.2017
»Die Inszenierung ist eigenwillig, man muss es mögen, dass die expliziten Regieanweisungen gelesen werden und Teil des Spiels sind. Wer sich darauf einlässt, erlebt Kopfkino der etwas anderen Art.«
Nürnberger Nachrichten, Stefan Gnad, 06.02.2017
»Jetzt hat Walter Adler das Drehbuch...zum glänzend klangillusionistischen Hörspiel umgearbeitet, inklusive Regie-, Licht- und Kameraanweisungen, so dass tatsächlich ein Hörfilm entsteht. Hochspannend ist dies; und zugleich eine präzise Parabel auf den Faschismus. Dass man gebannt bis zum Ende lauscht, liegt auch an der exquisiten Sprecherriege...«
Der Standard, Alexander Kluy, 17.01.2017
»Orson Welles plante bereits eine Verfilmung, die den Stoff ebenfalls in die Gegenwart transponiert hätte...Erhalten blieb das Drehbuch, das neben Conrads Novelle nun die Grundlage für ein faszinierendes Hörspiel unter der Leitung Walter Adlers liefert. Die Regieanweisungen und die verbalen Kamerafahrten stimulieren die Imagination.«Börsenblatt, Wolfgang Schneider, 17.11.2016
»Ohne Zweifel: Mit dieser Version von "Herz der Finsternis" ist Regisseur Walter Adler eine beeindruckende Hörspielproduktion gelungen. Eine Komposition aus großen Stimmen, Musik und dichter Klangatmosphäre. Ein abgrundtiefer, schauriger Film Noir zum Hören.«
radiobremen Nordwestradio, Tobias Nagorny, 28.04.2017
»Jetzt endlich dieses eindringliche Hörbuch. Packend, fiebrig gesprochen von Ulrich Matthes und mit Sylvester Groth als melancholischem Antiheld. Das hat Kult-Charakter.«
Deutschlandradio Kultur, Empfehlungen März '17
»Stört man sich nicht an filmtechnischen Anweisungen wie "Totale" oder "Halbtotale", entsteht durch diesen sachlichen Text ein sehr genaues Bild, nur eben nicht auf der Leinwand, sondern im Kopf des Hörers... Sylvester Groth spricht Charles Marlowe mit einer solchen intimen Eindringlichkeit, dass auch er das Prinzip der subjektiven Kamera verdeutlicht...«
SWR2, Leonie Berger, 18.03.2017
»Ein Hörfest und ein höchst gegenwärtiges Zeitdokument.«
mare, Holger Teschke, 01.12.2017
»Die Inszenierung des Hörspiels, die Einzelleistungen der Beteiligten – allen voran Silvester Groth als Erzähler und Ulrich Matthes als Kurtz - und die Soundatmosphäre – alles gelungen. Diese Umsetzung ist besser als alle Verfilmungen des Stoffes.«
NDR Kultur, Stefan Maelck, 11.11.2016
»Walter Adlers Hörspieladaption ist eine Hommage an den amerikanischen Filmvisionär und zugleich eine akustische Tour de Force an die Grenzen zur Reizüberflutung: eine kühne Herausforderung, Welles‘ nie Wirklichkeit gewordene filmische Warnung vor Barbarei und Rassenwahn vor dem inneren Auge selbst zu kreieren. Orson Welles hätte es sich nicht besser wünschen können.«
B5 aktuell, Hörbuch der Woche, Kirsten Böttcher, 02.12.2016
»... ganz großes Hörkino. Der Hörer fühlt sich mitten in den finstersten Urwald versetzt...«
hr2 Kultur, Dorothee Meyer-Kahrweg, 07.01.2017
Inhalt

Platz 3 der hr2-Hörbuchbestenliste Januar 2017


Sensationsfund: »Herz der Finsternis« – das nie verfilmte Drehbuch von Wunderkind Orson Welles – als hochwertiges WDR-Hörspiel bei DAV

Es sollte der erste Film von Orson Welles in Hollywood werden, nachdem er mit seinem Hörspiel »The World of the Wars« im Radio Furore gemacht hatte: »Herz der Finsternis« nach der berühmten Erzählung von Joseph Conrad. Ein Stoff, wie geschaffen für den genialen Egozentriker Orson Welles, der nicht nur Regie führen, sondern auch die beiden Hauptrollen von Marlow und Kurtz zugleich spielen wollte. Der 24-jährige Orson Welles hatte noch nie einen Film gedreht, und bereits sein erstes Projekt versprach, das Medium zu revolutionieren. Aber der Film wurde nie realisiert – zu teuer, zu gewagt, befand das Studio RKO. Zwei Jahre später drehte Orson Welles einen anderen Debütfilm, der legendär wurde: »Citizen Kane«. »Herz der Finsternis« aber sollte Legende bleiben. Nun ist es als Hörspiel auf 2 CDs bei der Audio Verlag in hochwertiger Ausstattung mit ausführlichem Booklet erscheinen.

»Apocaylpse Now« zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs

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Platz 3 der hr2-Hörbuchbestenliste Januar 2017


Sensationsfund: »Herz der Finsternis« – das nie verfilmte Drehbuch von Wunderkind Orson Welles – als hochwertiges WDR-Hörspiel bei DAV

Es sollte der erste Film von Orson Welles in Hollywood werden, nachdem er mit seinem Hörspiel »The World of the Wars« im Radio Furore gemacht hatte: »Herz der Finsternis« nach der berühmten Erzählung von Joseph Conrad. Ein Stoff, wie geschaffen für den genialen Egozentriker Orson Welles, der nicht nur Regie führen, sondern auch die beiden Hauptrollen von Marlow und Kurtz zugleich spielen wollte. Der 24-jährige Orson Welles hatte noch nie einen Film gedreht, und bereits sein erstes Projekt versprach, das Medium zu revolutionieren. Aber der Film wurde nie realisiert – zu teuer, zu gewagt, befand das Studio RKO. Zwei Jahre später drehte Orson Welles einen anderen Debütfilm, der legendär wurde: »Citizen Kane«. »Herz der Finsternis« aber sollte Legende bleiben. Nun ist es als Hörspiel auf 2 CDs bei der Audio Verlag in hochwertiger Ausstattung mit ausführlichem Booklet erscheinen.

»Apocaylpse Now« zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs

40 Jahre danach wird ein anderer Film auf der Grundlage von Conrads Erzählung Furore machen: »Apocalypse Now« (1979). Francis Ford Coppola kannte das Drehbuch von Orson Welles, und keineswegs zufällig tut er in seiner Verfilmung des Stoffes genau das, was Welles 1939 mit seinem »Herz der Finsternis« plante: Er überträgt die Geschichte, die bei Conrad im Kongo Ende des 19. Jahrhunderts spielt, in seine Gegenwart, den Vietnamkrieg der 70er Jahre. Bei Welles aber waren es die 30er Jahre – eine Zeit, in der sich das Böse gerade im Herzen Europas ausbreitete. Nun ist Orson Welles‘ Drehbuch in einer Hörspielproduktion des WDR zu erleben – Kopfkino vom Feinsten, erschienen bei Der Audio Verlag.

Ein Film, der legendär zu werden versprach – und Legende blieb. Jetzt als Hörspiel mit Sylvester Groth und Ulrich Matthes

Orson Welles‘ »Herz der Finsternis« handelt von einer Reise in den unermesslichen Dschungel im Inneren Afrikas – noch kaum entdeckt und schon brutal ausgebeutet. Der Abenteurer Marlow wird 1939 von einer Kolonialgesellschaft ausgeschickt, ihren verlorenen Handelsagenten Kurtz zu finden. Diese Reise zum letzten blinden Fleck auf der Landkarte führt ihn in die Finsternis menschlicher Abgründe. Denn im Innersten des »dunklen Kontinents« entdeckt die Zivilisation das Dunkle, Fremde, Böse in sich selbst. Sein »Herz der Finsternis« ist eine atemberaubende Mischung von großer Literatur und großem Hollywoodkino der 30er Jahre – inklusive Love-Interest und Femme fatale, Ingredienzen, die man bei Conrad vergeblich sucht. Vor allem aber überblendet Welles Conrads meisterhafte Erzählung mit seiner eigenen filmischen Vision. Hier sollte zum ersten Mal die Technik der »subjektiven Kamera« zur Anwendung kommen, bei der die Kamera radikal die Perspektive der Hauptfigur einnimmt: ein Film, gesehen durch die Augen seines Helden Marlow. In der Hörspielfassung des Drehbuchs sind Welles’ ebenso präzise wie suggestive Regie-Anweisungen so weit wie möglich beibehalten und von Robert Dölle eingesprochen worden.

Ein außergewöhnliches WDR-Hörspiel mit Starbesetzung bei DAV

Walter Adler, einer der profiliertesten Regisseure Deutschlands, hat Orson Welles‘ Drehbuch als filmisches Hörspiel inszeniert. Sylvester Groth und Ulrich Matthes treffen in »Herz der Finsternis« als Kapitän Marlow (Groth) und Elfenbeinhändler Kurtz (Matthes) in einem fulminanten Showdown im afrikanischen Dschungel aufeinander. Sandra Hüller spricht die einzige weibliche Figur, Kurtz‘ faszinierende Verlobte Elsa. Sylvester Groths außergewöhnliche Stimme ist in vielen Produktionen von Der Audio Verlag zu hören, beispielsweise im Hörspiel »Der Gott des Gemetzels« von Yasmina Reza und in Günter de Bruyns »Vierzig Jahre. Ein Lebensbericht«. Ulrich Matthes hat zuletzt »Glückskind mit Vater« von Christoph Hein eingelesen, für Nabokovs »Pnin« erhielt er den Deutschen Hörbuchpreis. Der prominente Cast, die Filmmusik von »Citizen Kane« und natürlich das fulminante, wiederentdeckte Drehbuch von Orson Welles machen dieses Hörspiel zu einem Erlebnis ohne Gleichen.

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Sprecher

Sylvester Groth

Sylvester Groth, geboren 1958, ist Schauspieler und Hörbuchsprecher. Groth studierte Schauspiel und Gesang an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Neben einer Theaterkarriere spielte Groth in vielen Fernseh- und Kinofilmen, u.a. »Hilde« und »Inglourious Basterds«. Für seine Rolle als Stasiagent in »Romeo« wurde er 2001 mit einem Darsteller-Sonderpreis beim Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und 2002 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Er erhielt den Deutschen Kritikerpreis 2007 für die Darstellung des Joseph Goebbels in »Mein Führer«.

Foto: Hans-Ludwig Böhme

Ulrich Matthes

Ulrich Matthes wurde in Berlin geboren. Er absolvierte ein Studium der Germanistik und Anglistik an der Freien Universität Berlin und nahm ab 1982 Schauspielunterricht bei Else Bongers in Berlin. Sein Debüt gab er an der Seite von Maximilian Schell am Renaissance-Theater Berlin in Pavel Kohouts »Armer Mörder«. Es folgten Engagements in Krefeld, Düsseldorf, am Bayerischen Staatsschauspiel und an den Münchner Kammerspielen. 1992 kehrte er nach Berlin an die Schaubühne zurück. Viel beachtet wurde die Deutschlandtour mit seinem Kleist-Abend »Die Geschichte einer Seele«. Heute lebt er als freischaffender Schauspieler in Berlin. Er gastiert u. a. am Deutschen Theater Berlin, Volkstheater Wien sowie am Berliner Ensemble. Zudem wirkte er in zahlreichen Hörfunkproduktionen, wie in der Adaption von »Der englische Patient«, und Film- und Fernseharbeiten mit, u.a. »Winterschläfer« (Regie: Tom Tykwer), »Aimee und Jaguar« (Regie: Max Färberböck), »Der Untergang« (Regie: Oliver Hirschbiegel) und »Der neunte Tag« (Regie: Volker Schlöndorf) mit. Für seine Rolle in »Feuerreiter« (Regie: Nina Grosse) erhielt er 1998 den Bayerischen Filmpreis. Seit der Saison 2004/2005 ist er festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater in Berlin.

Ulrich Matthes wurde in Berlin geboren. Er absolvierte ein Studium der Germanistik und Anglistik an der Freien Universität Berlin und nahm ab 1982 Schauspielunterricht bei Else Bongers in Berlin. Sein Debüt gab er an der Seite von Maximilian Schell am Renaissance-Theater Berlin in Pavel Kohouts »Armer Mörder«. Es folgten Engagements in Krefeld, Düsseldorf, am Bayerischen Staatsschauspiel und an den Münchner Kammerspielen. 1992 kehrte er nach Berlin an die Schaubühne zurück. Viel beachtet wurde die Deutschlandtour mit seinem Kleist-Abend »Die Geschichte einer Seele«. Heute lebt er als freischaffender Schauspieler in Berlin. Er gastiert u. a. am Deutschen Theater Berlin, Volkstheater Wien sowie am Berliner Ensemble. Zudem wirkte er in zahlreichen Hörfunkproduktionen, wie in der Adaption von »Der englische Patient«, und Film- und Fernseharbeiten mit, u.a. »Winterschläfer« (Regie: Tom Tykwer), »Aimee und Jaguar« (Regie: Max Färberböck), »Der Untergang« (Regie: Oliver Hirschbiegel) und »Der neunte Tag« (Regie: Volker Schlöndorf) mit. Für seine Rolle in »Feuerreiter« (Regie: Nina Grosse) erhielt er 1998 den Bayerischen Filmpreis. Seit der Saison 2004/2005 ist er festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater in Berlin.

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2 h 31 min

2 CDs

  • Genre:

    Literatur

  • Format:

    Hörspiel

  • Veröffentlichung:

    11.11.2016

  • Übersetzer:

    Jochen Stremmel

  • ISBN:

    978-3-86231-842-1

  • UVP:

    EUR 16,99

Pressematerial

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