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Fjodor Dostojewski

Die große Hörspiel-Edition

Hörspiel mit Leslie Malton, Ignaz Kirchner, Eva Garg

30,00 €

Unverbindliche Preisempfehlung für die CD-Ausgabe

8 H 50 MIN
10 CDs
FORMAT Hörspiel
GENRE Klassiker
ISBN 978-3-7424-2036-7
VERÖFFENTLICHUNG 23.07.21
UVP 30,00 €

»Dostojewski – Die große Hörspiel-Edition« bei Der Audio Verlag

Der große russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski hat mit seinen vielfältigen Werken die Weltliteratur geprägt. In zahlreichen Romanen, Novellen und Erzählungen blickt er unverhohlen auf den Grund der menschlichen Psyche – mal humorvoll, mal düster und grotesk. Und zeichnet dabei stets ein eindrucksvolles Porträt der russischen Gesellschaft, die sich im 19. Jahrhundert im Umbruch zur Moderne befindet. Anlässlich seines 200. Geburtstags erscheint bei Der Audio Verlag »Dostojewski – Die große Hörspiel-Edition«. Sie versammelt neun der beeindruckendsten Werke von Fjodor Dostojewski in einer Hörspiel-Box, meisterhaft inszeniert von SWR, WDR, NDR, RBB, MDR und HR. Ein Muss für Liebhaber großer Klassiker, brillant vertont von Ignaz Kirchner, Eva Garg, Leslie Malton und vielen anderen.

»Dostojewski – Die große Hörspiel-Edition« enthält folgende Hörspiele auf insgesamt 10 CDs:

»Die Sanfte« (SWR 1994)

Ein Pfandleiher blickt im Monolog auf seine enttäuschende Lebensgeschichte: Ehrlos aus dem Militär entlassen, eröffnet er ein Pfandleihgeschäft und nimmt ein hilfesuchendes 16-jähriges Mädchen zur Frau. Doch die Ehe entwickelt sich zur Tragödie und endet im Selbstmord der jungen Frau. Während der Pfandleiher sein Schicksal zu ergründen versucht, lässt das Hörspiel auch »Die Sanfte« selbst zu Wort kommen und verwebt geschickt die Perspektiven der beiden Gescheiterten.

»Gesellschaftsspiel« (rbb 1995)

Vor einem Mietshaus in Sankt Petersburg kommen zwei Herren ins Gespräch. Der eine weiß um die Untreue seiner Ehefrau und vermutet sie hier bei ihrem Liebhaber, der andere belauert seine Geliebte, um ihr mit einem Nebenbuhler auf die Schliche zu kommen. Dabei handelt es sich um die gleiche Frau – die ihre leichtgläubigen Männer geschickt in ein turbulentes »Gesellschaftsspiel« verstrickt. 

»Im Untergrund« (WDR 1980)

Eine düstere und gesellschaftskritische Charakterstudie: Am Rande von Sankt Petersburg fristet in einer düsteren Kellerwohnung der ehemalige Beamte K. sein Dasein. Zynisch und voller Abscheu blickt Dostojewskis Antiheld auf die verkommene Gesellschaft und sein eigenes, berufliches wie zwischenmenschliches, Versagen. Zwischen Rachsucht und Selbsthass lässt er ein schonungsloses Selbstporträt entstehen, das die Abgründe der menschlichen Psyche offenbart.

»Iwan Matwejewitsch und das Krokodil« (SWR 1959)

Dostojewskis scharfsinnige Satire auf den Kapitalismus: Iwan Matwejewitsch wird vor den Augen seiner Frau vom Riesenkrokodil eines Schaustellers verschluckt. Während sie den Schausteller drängt, das Krokodil sofort aufzuschlitzen, droht der mit einer Anklage. Und dann schaltet sich plötzlich aus dem Leib des Krokodils Matwejewitsch selbst mit in die Diskussion ein…

»Weiße Nächte« (WDR 1957)

Nacht für Nacht trifft Michael Nastjenka an einer Brücke in Sankt Petersburg. Er verliebt sich in die schöne Unbekannte – und wird bitter enttäuscht, als Nastjenka gesteht, dass sie am Treffpunkt auf die langersehnte Rückkehr ihres Verlobten wartet. Als dieser in der vierten Nacht tatsächlich auftaucht, muss die junge Frau sich entscheiden.

»Raskolnikow« (rbb 1958)

»Raskolnikow« oder «Schuld und Sühne« ist Dostojewskis wohl berühmtester Roman: Der arme aber hochintelligente Jurastudent Raskolnikow spinnt sich das ethische Konzept vom »erlaubten Mord« zusammen und setzt es schließlich in die Tat um: Er ermordet die Pfandleiherin Aljona Iwanowa. Seine Täterschaft bleibt unentdeckt, doch er zerbricht an seinen Schuldgefühlen… Ein Meisterwerk, fesselnd inszeniert vom rbb!

Der Spieler (SWR 2004)

Der Hauslehrer Aleksej Iwanowitsch will seinem spielsüchtigen Hausherren, einem russischen General, aus den Schulden helfen und begibt sich ins Casino. Er hofft dadurch, auch dessen Stieftochter Polina für sich zu gewinnen, in die er unsterblich verliebt ist, die ihn jedoch bislang nur mit Verachtung straft. Tatsächlich macht Aleksej am Roulette-Tisch das große Geld – doch seine Liebe zu Polina weicht immer mehr einer unstillbaren Gewinnsucht. 

Die Abenteuer des Herrn Goljadkin (NDR 1992)

Dostojewskis berühmte Groteske »Der Doppelgänger« als Hörspiel vom NDR: Der zurückhaltende Beamte Herr Goljadkin begegnet seinem Doppelgänger, einem kühnen, jüngeren Abbild seiner selbst. Die beiden schließen Freundschaft – bis »Der Andere« Goljadkin immer weiter aus seinem eigenen Leben verdrängt. Es kommt zum Zweikampf und schließlich bleibt Goljadkin nichts anderes als zu kapitulieren…

Der Großinquisitor (MDR/HR 1993)

Die Brüder Karamsow könnten unterschiedlicher nicht sein: Aljoscha ist ein sanftmütiger Mönch, Iwan verbitterter Atheist. Um seinem jüngeren Bruder die Augen zu öffnen, ersinnt Iwan die Geschichte des Großinquisitors: Einem Kardinal, der den Messias selbst als Ketzer ins Verlies stecken lässt. Eins der meistdiskutierten Werke Dostojewskis fesselnd inszeniert von MDR und HR.

Die Klassiker von Fjodor Dostojewski als Hörspiele mit Ignaz Kirchner, Eva Garg, Leslie Malton und vielen anderen

Große Werke, große Stimmen: Leslie Malton ist bei DAV bereits in mehreren Hörbüchern (unter anderem in »Der dressierte Mann« von Esther Vilar) zu hören, Eva Garg hat zuletzt Christa Wolfs »Was bleibt« vertont und der preisgekrönte Theater- und Filmschauspieler Ignaz Kirchner erweckt »Die Abenteuer des Herrn Goljadkin« auf ganz eigene Weise zum Leben. Gemeinsam mit vielen anderen Sprecher:innen haben sie die großen Klassiker von Fjodor Dostojewski als Hörspiele in die Gegenwart geholt. »Dostojewski – Die große Hörspiel-Edition« ist bei DAV erhältlich.

»Pünktlich zu Dostojewskis 200. Geburtstag erscheint die ›große Hörspiel-Edition‹ mit neun Hörspielen aus drei Jahrzehnten […]. Zu hören sind u.a. Gertrud Kückelmann, Klausjürgen Wussow, Leslie Malton, Ignaz Kirchner, Udo Schenk… – ein wahres Stimmenfestival.«

Platz 3 der hr2-Hörbuchbestenliste September 2021, aus der Jurybegründung

»Der Winter kann kommen. Denn mit dieser großen Hörspieledition […] wird man das Kaminzimmer […] gar nicht mehr verlassen wollen. […] schließen wir uns […] dem hellsichtigsten Analytiker des menschlichen Trieblebens an […]«

FAZ, Alexander Košenina, 27.11.2021

»Es sind weniger die Adaptionen der gewichtigen Werke, die hier die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sondern die kammerspielartigen Produktionen für zwei, drei Schauspieler.«

Süddeutsche Zeitung, Florian Welle, 19.08.2021

»Wer diese neun Hörspiele hört, bekommt einen hervorragenden Einblick in Dostojewskis Welt, erfährt viel über die menschliche Psyche und so immer auch etwas über sich selbst.«

Deutschlandfunk Kultur, Lesart, Tobias Wenzel, 12.10.2021

»Die neue Dostojewski-Hörspiel-Edition liefert einen breiten Querschnitt durch das Werk des russischen Schriftstellers. Sie fängt exemplarisch seinen bitteren Humor ein, seine existenziellen Fragen und seine dämonisierte Sicht auf die Welt.«

WDR 3 Mosaik, Christoph Vratz, 29.07.2021

»Eine Reise durch Dostojewskis Seelen- und Liebesleben und obsessive Landschaften, von gewichtigerer Prosa bis zu unvermutet geradezu heiterer. […] Dass viele vor Dostojewski zurückschrecken, mit der Box lässt sich die Angst mindern.«

Der Standard, Alexander Kluy, 06.11.2021

»In diese ebenso verstörende wie betörende Sammlung hineinzulauschen, ähnelt einer Zeitreise, denn man durchstreift dabei rund 60 Jahre Hörspielgeschichte. […] Bestechend mutet an allen in dieser Hörspielbox vereinten Adaptionen von Dostojewskis Werken die autobiografische Komponente an.«

MDR Kultur, Ulf Heise, 16.08.2021

»Wer […]  hören möchte, wie die Abenteuer des Herrn Goljadkin im Hörspiel klingen, der sollte sich die ›Große Hörspieledition Fjodor Dostojewski‹ […] zulegen. Aber auch ›Der Großinquisitor‹ […] und die ›Weißen Nächte‹ […] machen Dostojewskis Prosa auf überzeugende Weise wieder akustisch gegenwärtig.«

junge Welt, Holger Teschke, 11.11.2021

»Großartige Stimmen in Produktionen aus 4 Jahrzehnten präsentiert diese ›Große Hörspieledition‹, und mit eher konventionellen Hörspielen aus den 1950er und eher am Pophörspiel rientierten Arbeiten der 1990 auch ein Stück Hörspielgeschichte.«

Bayern 2 Diwan, Hörbuch der Woche, Bernhard Jugel, 25.07.2021

»Die große […] Edition ist […] eine bedachte Auswahl. […] Dostojewski galt und gilt als Psychologe, als großer Analytiker der menschlichen Gesinnung […] das ist auch die Stimmung in dieser Sammlung: wie faszinierend es doch ist, das ›Tier‹ Mensch…«

Radio Bremen Zwei, Florian Bänsch, 03.08.2021

»Regisseur Ludwig Cremer setzte Dostojewskis (1821-1881) berühmte Vorlage ›Weiße Nächte‹ 1957 für den WDR in ein poetisches, träumerisch hingetuschtes Hörspiel um […] Das Werk ist Teil einer Sammlung von exemplarischen Hörspielinszenierungen der bekanntesten Werke. […] Hervorragend.«

Münchner Merkur, Hildegard Lorenz, 09.09.2021

»Neun Mal Dostojewski, und man hört es gleich: Niemand braucht vor ihm Angst zu haben. Die Hörspiele mit Ignaz Kirchner, Klausjürgen Wussow u.a. lassen die Originale […] atmen.«

kurier.at, Peter Pisa, 18.12.2021

Fjodor Dostojewski

Zur Autor:innen-Seite

Fjodor Dostojewski, geboren 1821 in Moskau, hinterließ Jahrhundertromane wie »Schuld und Sühne«, »Der Idiot« und »Die Dämonen«. Nach seinem Studium an der Technischen Universität Sankt Petersburg und seiner Arbeit als Militärzeichner widmete er sich ab 1844 ganz dem Schreiben. Bereits zu Lebzeiten fand Dostojewski für seine zahlreichen Werke große Anerkennung. Er starb 1881 in Sankt Petersburg.

Leslie Malton

Zur Sprecher:innen-Seite

Leslie Malton, geboren 1958 in Washington D. C., begann ihre Karriere am Theater. Sie war jahrelang festes Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater. Einem großen Publikum wurde sie mit ihrer Rolle in »Der große Bellheim« bekannt, für die sie auch mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Leslie Malton lebt mit ihrem Mann, dem Schauspieler Felix von Manteuffel, in Berlin.

Ignaz Kirchner

Zur Sprecher:innen-Seite

Ignaz Kirchner (1946 – 2018) war erfolgreicher Theaterschauspieler. Er war lange Mitglied des Wiener Burgtheaters und erhielt 2004 das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien. Bereits seine Antrittsrolle als Schlomo Herzl in Taboris »Mein Kampf« wurde als großer Erfolg gefeiert. In den kommenden Jahrzehnten spielte er in nahezu allen bedeutenden Inszenierungen mit und galt als unverzichtbare Stütze des Hauses. Er war außerdem ein gefragter Hörspielsprecher.

Eva Garg

Zur Sprecher:innen-Seite

Eva Garg ist Schauspielerin und hatte Engagements an vielen verschiedenen Theatern. Außerdem war sie häufig in Film und Fernsehen zu sehen. Darüber hinaus ist sie seit vielen Jahren als Synchronsprecherin und als Sprecherin für Hörspiele und Lesungen tätig. Bei DAV erschien »Was Bleibt« von Christa Wolf gesprochen von Eva Garg.

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8 H 50 MIN
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Bild des Hörspiel Cover