Biografie

Ulrich Tukur, geboren in Viernheim. Nach dem Studium der Germanistik, Anglistik und Geschichte in Tübingen absolvierte er eine Schauspielausbildung. Er spielte zunächst an Bühnen in Heidelberg und Berlin u. a. unter Peter Zadek als SS-Mann Kittel in „Ghetto“ von Joshua Sobol. Für diese Rolle wurde er 1986 von der Zeitschrift »Theater heute« als bester Schauspieler gewählt. Von 1995 bis 2003 war er zusammen mit Ulrich Waller Intendant bei den Hamburger Kammerspielen. Ulrich Tukur ist darüber hinaus aus vielen Fernseh- und Kinofilmen wie »Bonhoeffer – Die letzte Stunde« (2000), »Der Stellvertreter« (2002) und dem Oscarprämierten »Das Leben der Anderen« (2005) bekannt. Tukur erhielt 2000 den Adolph-Grimme Preis für den Fernsehfilm »Warten ist der Tod« und wurde 2006 mit dem Deutschen Filmpreis für die beste Nebenrolle in »Das Leben der Anderen« und mit dem Kunstpreis Lola ausgezeichnet. 2007 veröffentlichte Tukur seinen ersten Erzählband „Die Seerose im Speisesaal – Venezianische Geschichten“. In dem 2008 erschienenen Kinofilm »Nordwand« spielt Tukur an der Seite von Benno Führmann.