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Theatrale Klassik in aktuellem Bezug: Bertolt Brechts »Dramen« bei DAV

Bertolt Brecht wurde 1898 in Augsburg geboren und gilt bis heute als einer der einflussreichsten Theatermacher des 20. Jahrhunderts. Mit seinem Konzept vom epischen Theater, mit dem er die illusionistische Theaterbühne zu einem Ort politischer Reflexion machte, veränderte er die Theaterlandschaft nachhaltig. Ausschlaggebend für Brechts Erfolg in Berlin war unter anderem die Premiere der »Dreigroschenoper« im Theater am Schiffbauerdamm, das seither als zentraler Ort von Brechts künstlerischem Wirken gilt. Kurz darauf gründete er mit seiner Frau Helene Weigel das bekannte Berliner Ensemble.
In der Box »Dramen« veröffentlicht Der Audio Verlag auf 10 CDs zum 120. Geburtstag des Autors seine bekanntesten Bühnenwerke in sechs Hörspielen, produziert von hr, SWR, ORF und Radio Bremen.

Die Hörspiel-Box enthält folgende Dramen:

  • »Die Dreigroschenoper«, mit Horst Tappert, Heidemarie Hatheyer u. v. a. (hr 1968)
    »Die Dreigroschenoper« ist wohl das bekannteste Stück von Bertolt Brecht und gilt als Klassiker seines künstlerischen Schaffens. Sie basiert auf der Londoner »Beggar’s Opera«, die 1728...

Theatrale Klassik in aktuellem Bezug: Bertolt Brechts »Dramen« bei DAV

Bertolt Brecht wurde 1898 in Augsburg geboren und gilt bis heute als einer der einflussreichsten Theatermacher des 20. Jahrhunderts. Mit seinem Konzept vom epischen Theater, mit dem er die illusionistische Theaterbühne zu einem Ort politischer Reflexion machte, veränderte er die Theaterlandschaft nachhaltig. Ausschlaggebend für Brechts Erfolg in Berlin war unter anderem die Premiere der »Dreigroschenoper« im Theater am Schiffbauerdamm, das seither als zentraler Ort von Brechts künstlerischem Wirken gilt. Kurz darauf gründete er mit seiner Frau Helene Weigel das bekannte Berliner Ensemble.
In der Box »Dramen« veröffentlicht Der Audio Verlag auf 10 CDs zum 120. Geburtstag des Autors seine bekanntesten Bühnenwerke in sechs Hörspielen, produziert von hr, SWR, ORF und Radio Bremen.

Die Hörspiel-Box enthält folgende Dramen:

  • »Die Dreigroschenoper«, mit Horst Tappert, Heidemarie Hatheyer u. v. a. (hr 1968)
    »Die Dreigroschenoper« ist wohl das bekannteste Stück von Bertolt Brecht und gilt als Klassiker seines künstlerischen Schaffens. Sie basiert auf der Londoner »Beggar’s Opera«, die 1728 uraufgeführt wurde. Gegenstand der Handlung ist ein Existenzkampf zwischen zwei Londoner Verbrechern, einer davon der Kopf der Bettelmafia. Der Londoner Untergrund als Schauplatz der Oper galt damals als äußerst ungewöhnlich. In seiner Bearbeitung rückte Brecht jedoch deutlich von der Vorlage ab, vor allem im formellen Bezug: Es entstand keine Oper im klassischen Sinne, sondern ein »Stück mit Musik« und politischer Schlagkraft. Für die musikalische Interpretation zeichnete Kurt Weill verantwortlich – viele der Stücke wurden weltbekannt.
  • »Mutter Courage und ihre Kinder«, mit Cläre Ruegg, Alexander Hegarth, Kurt Ebbinghaus u. v. a. (SWF, heute SWR, 1949)
    Das 1941 in Zürich uraufgeführte Antikriegsdrama ist bis heute eines der meistaufgeführten Stücke Brechts. Mit dem Dreißigjährigen Krieg als Schauplatz der Handlung appelliert Brecht hier aktiv an sein Publikum und warnt vor dem Krieg als wirtschaftliche Profitquelle der Machthaber. Eine Thematik, die auch in einigen seiner Gedichte zu finden ist und bis heute nichts von ihrer Relevanz eingebüßt hat. Das Stück gilt als Inbegriff des Brecht’schen Konzepts vom epischen Theater, das seine Wirkkraft auch als Hörspiel eindrucksvoll einlöst.
  • »Der gute Mensch von Sezuan«, mit Klausjürgen Wussow, Sonja Kehler, Brigitte Swoboda u. v. a. (ORF 1974)
    Angelehnt an Sagen der griechischen Mythologie, ist auch dieses 1940 fertiggestellte, hochpolitische Stück ein Musterbeispiel des Brecht’schen Theaters. Die Parabel spielt in der chinesischen Provinz Sezuan, wo die Götter ohne Erfolg nach guten Menschen Ausschau halten. Als sie auf die Prostituierte Shen Te treffen, scheint die Suche endlich ein Ende zu haben. Sie belohnen die junge Frau, die in ihrer Gutmütigkeit jedoch nur ausgenutzt wird und bald wieder auf die Armut zusteuert. Hier stellt sich die zentrale Frage des Stücks: Ist es in unserer Welt überhaupt möglich, ein aufrichtig guter Mensch zu sein?
  • »Trommeln in der Nacht«, mit Leonard Steckel, Hans-Helmut Dickow, Wolfgang Engels u. v. a. (Radio Bremen 1964)
    Brechts erstes inszeniertes Bühnenstück ist eine Liebesgeschichte, eingebettet in den Schrecken der Straßenschlachten während des Spartakusaufstands 1918. Der Artillerist Andreas Kragler sucht nach seiner Heimkehr aus dem Krieg seine Verlobte auf und wird bitter enttäuscht: Sie hatte nicht mehr mit der Rückkehr des Verlobten gerechnet und ist schwanger von einem anderen Mann…
    Das Drama wurde 1922 in den Münchner Kammerspielen uraufgeführt und machte Brecht über Nacht zum anerkannten Dramatiker.
  • »Leben des Galilei«, mit Elisabeth Schwarz, Ernst Jacobi, Bernhard Minetti u. v. a. (SDR, heute SWR, 1967)
    Das 1942 uraufgeführte Stück beschäftigt sich mit dem wissenschaftlichen Fortschritt und hinterfragt dabei vor allem seine Auswirkungen auf das menschliche Verhalten. Ausschlaggebend für die Auseinandersetzung mit der Thematik war der Beweis der Kernspaltung durch den Physiker Otto Hahn im Jahr 1938.
    Das Schauspiel zeichnet das Bild eines neuen Zeitalters, dessen Problemstellungen bis heute nicht an Gültigkeit verloren haben.
  • »Furcht und Elend des Dritten Reiches«, mit Traute Rose, Elisabeth Schwarz, Hans-Helmut Dickow u. v. a. (SDR, heute SWR, 1967)
    Bei seiner Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ging Brecht fast dokumentarisch vor: Berichte von Augenzeugen und Ausschnitte medialer Berichterstattung bilden die Grundlage für das beeindruckende Drama, das gerade als Hörspiel lange nachwirkt.
    Verfasst im Exil, besteht das Stück aus einer Aneinanderreihung charakteristischer Szenen und umreißt eindrucksvoll einen bedrückenden Alltag im faschistischen Deutschland.

»Dramen« – die berühmtesten Stücke des einflussreichen Dramatikers Bertold Brecht, interpretiert von Bernhard Minetti, Klausjürgen Wussow, Ernst Jacobi, u. v. a.

Fesselnd und eindrucksvoll vertonen Bernhard Minetti, Klausjürgen Wussow, Ernst Jacobi und viele andere die ausgewählten Werke Brechts. Für den Hörer entsteht dabei nicht nur ein Überblick über das Wirken des großen Dramatikers und seine Arbeitsweise, die Klassiker werfen zudem Grundsatzfragen auf, deren aktueller Bezug sich oft mit unerwarteter Schärfe herstellt. Erschreckend deutlich transportiert jedes Werk die gesellschaftliche Relevanz seiner Thematik – sowohl zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als auch in der Realität unserer Gegenwart.

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Autor

Bertolt Brecht

Bertolt Brecht, geboren 1898 in Augsburg, war Autor, Dramaturg und Theaterkritiker. Brechts erste Gedichtsammlung Die Hauspostille erschien 1927. Seinen größten Theatererfolg feierte er 1928 mit der Dreigroschenoper, seineTheorie des »epischen Theaters«eröffnete der Bühne neue Wege. 1933 emigrierte Brecht in die USA,1948 kehrte er nach Ost-Berlinzurück. Er starb 1956.

Sprecher

Bernhard Minetti

Bernhard Minetti wurde 1905 in Kiel geboren. Während seines Studiums der Germanistik und Theaterwissenschaft wuchs in ihm der Wunsch, Schauspieler zu werden. Schließlich wurde er an einer dem Berliner Staatstheater angeschlossenen Schauspielschule angenommen.
Er spielte an verschiedenen Theatern u. a. auch am Berliner Staatstheater. Nach dem Ende der Nazi-Herrschaft wurde er ähnlich wie Gustaf Gründgens als Sympathisant und Nutznießer des Regimes angefeindet. Dennoch erhielt er wieder Engagements. Am Schiller-Theater in Berlin wurde er zu einem der größten Charakterdarsteller in den 1970er Jahren. Bekannt ist Bernhard Minetti auch für seine Hörspielrollen. Er starb 1998 in Berlin.

Klausjürgen Wussow

Klausjürgen Wussow, geboren in Cammin in Pommern (heute Kamien Pomorski). Er debütierte an der Volksbühne Schwerin. Weitere Stationen seiner Theaterkarriere waren unter anderem das Hebbel-Theater in Berlin, das Theater am Schiffbauerdamm sowie die Städtischen Bühnen in Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Zürich und München. Von 1964 bis 1986 war er Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters.

Einem breiten Publikum wurde Klausjürgen Wussow durch seine Film- und Fernsehrollen, insbesondere als Professor Brinkmann in der TV-Serie »Schwarzwaldklinik« (1985–88, 70 Folgen), bekannt. Ebenfalls in die Rolle als Arzt schlüpfte er in der Serie »Klinik unter Palmen« (1996–2003). Daneben gibt es kaum eine deutsche Serie, in der er keinen Gastauftritt hatte, u.a. in »Das Traumschiff«, »Tatort« und »Unser Charly«. 1985 wurde ihm die Goldene Kamera verliehen.

Klausjürgen Wussow war insgesamt viermal verheiratet. Aus der Ehe mit der Schauspielerin Ida Krottendorf (bis 1991) stammen zwei Kinder, Barbara und Alexander Wussow, beide ebenfalls Schauspieler. Er starb am 19. Juni 2007 in Rüdersdorf bei Berlin.

Foto: © picture alliance/dpa/KPA

Foto: Porträt des Schauspielers Klausjürgen Wussow. Undatiert.

10 h 46  min

10 CDs

  • Genre:

    Klassiker

  • Format:

    Hörspiel

  • Veröffentlichung:

    12.01.2018

  • ISBN:

    978-3-7424-0503-6

  • UVP:

    EUR 29,99

Pressematerial

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