Biografie

Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren. Nach der Schule studierte Frisch von 1931 bis 1933 Germanistik. Nach dem Tod seines Vaters brach er die Studien ab, um als freier Journalist zu arbeiten. 1934 erschien Frischs erster Roman Jürg Reinhart. 1936 begann er ein Architekturstudium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, das er 1940 mit Diplom abschloss. 1943 eröffnete er sein eigenes Architekturbüro, das er bis 1955 betrieb. Zugleich setzte Frisch seine literarische Tätigkeit fort, die er mit ausgedehnten Auslandsreisen kombinierte. Sein »Tagebuch 1946 – 1949« erschien 1950 im neugegründeten Suhrkamp Verlag. Daneben verfasste er zahlreiche Theaterstücke und Hörspiele. Der literarische Durchbruch
gelang ihm mit seinem Roman »Stiller« (1954). Es folgten die Romane »Homo faber« (1957) und »Mein Name sei Gantenbein« (1964), die ihn weltberühmt machten. Nach der Scheidung von seiner ersten Frau Trudy Frisch-von Meyenburg 1959 lebte Frisch von 1960 bis 1965 mit der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann in Rom. Danach heiratete er 1968 Marianne Oellers, doch auch diese Ehe scheiterte. 1972 veröffentlichte er sein zweites »Tagebuch 1966 – 1971«. In den nächsten Jahren entstanden die Erzählungen »Montauk« (1975) und »Der Mensch erscheint im Holozän« (1979). Ab 1980 lebte Frisch mit Alice Locke-Carey in New York. 1982 publizierte er seine letzte Erzählung »Blaubart«. Max Frisch wurde u. a. mit dem Georg-Büchner-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Er verstarb am 4. April 1991 in Zürich.