Biografie

Rainer Moritz wurde in Heilbronn am Neckar geboren. Er studierte Germanistik, Philosophie und Romanistik in Tübingen, wo er 1988 mit einer literaturwissenschaftlichen Studie über das Werk Hermann Lenz‘ promovierte. Von 1989 bis 2004 arbeitete er im Verlagswesen, zuletzt als Programmgeschäftsführer des Verlags Hoffmann und Campe. 2005 übernahm er die Leitung des Hamburger Literaturhauses.
Seit 1983 schreibt er Essays und Literaturkritiken, derzeit vor allem für die „Neue Zürcher Zeitung“, „Die Literarische Welt“, „Literaturen“, Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur. Regelmäßig übernimmt er Lehraufträge, zuletzt an der Universität Bamberg, und amtiert als Vize-Präsident der Marcel Proust Gesellschaft.
Doch er beschäftigt sich nicht nur mit Literatur, sondern lässt sich auch von dem beeinflussen, was der Alltag an kulturellen Phänomen heranträgt. Als ehemaliger Schiedsrichter befasst er sich mit dem Fußball auf unterschiedlichste Weise, nachzulesen etwa in den im Antje Kunstmann Verlag erschienenen Büchern »Vorne fallen die Tore« und »Abseits. Das letzte Geheimnis des Fußballs«.
Da er in seiner Jugend Sympathien für Mary Roos, Bernd Clüver und Nana Mouskouri hegte, schreibt er regelmäßig über die Kulturgeschichte des Schlagers (zum Beispiel in »Und das Meer singt sein Lied«, Marebuch). Und damit das alles unter einen Hut kommt, hat er zuletzt in »Ich Wirtschaftswunderkind. Mein famoses Leben mit Peggy March, Petar Radenkovic und Schmelzkäseecken« (Piper Verlag) das Lebensgefühl der Sechziger- und Siebzigerjahre nachgezeichnet, woraus sich die Idee zu diesem Feature entwickelte. Rainer Moritz lebt in Hamburg.