DAV auf der hr2-Hörbuchbestenliste Mai mit Kolbe, Weidermann, Wolf

DAV auf der hr2-Hörbuchbestenliste Mai mit Kolbe, Weidermann, Wolf

Der Audio Verlag steht im Mai gleich mit drei Hörbüchern auf der hr2-Hörbuchbestenliste. Platz 2 (der dreimal vergeben wurde) belegt Die Lüge von Uwe Kolbe, gelesen von Markus Mayer und Joachim Schönfeld. Auf Platz 5 wurde Ostende – 1936, Sommer der Freundschaft von Volker Weidermann gewählt, interpretiert von Ulrich Noethen. Als Der besondere Tipp steht Christa Wolfs Nachruf auf Lebende – Die Flucht auf der Liste, ungekürzt gelesen von Dagmar Manzel. Alle drei Titel sind im April erschienen.

Die Lüge von Uwe Kolbe

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Die Lüge – Dies ist die Geschichte einer maßlosen und erschreckenden Verstrickung: Ein Vater, der freiwillig aus dem Westen kam, um dem Land seiner Hoffnungen zu dienen – und bei der Stasi anheuert. Ein Sohn, der als Komponist die Sounds seiner Generation einfängt und sich zugleich mit der Zensur arrangiert. Als der Sohn Karriere macht, steht der Vater plötzlich vor der Tür. Sie beginnen einander zu umkreisen. Nur langsam ahnt man, welchen Kampf sie miteinander führen. Und dass er länger als lebenslang dauern wird. Ein sensibler Roman, der die existentielle Frage stellt, wie viel Lüge ein Leben verträgt.

Ostende – 1936, Sommer der Freundschaft von Volker Weidermann

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Im belgischen Seebad Ostende kommen im Sommer 1936 noch einmal all die zusammen, die in Deutschland keine Heimat mehr haben. Stefan Zweig trifft auf seinen Freund Joseph Roth, der findet hier seine letzte große Liebe Irmgard Keun. Auch Kisch und Toller, Koestler und Kesten sind da. Es könnte ein Sommer unter Freunden sein. Wenn sich die politische Lage nicht täglich zuspitzte und ihre Bücher nicht verboten wären. Es sind Dichter auf der Flucht Mit vollendeter Eleganz erzählt Volker Weidermann von diesem letzten gemeinsamen Sommer der Freunde.

Nachruf auf Lebende von Christa Wolf

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Erstmals veröffentlicht: Die Geschichte einer Flucht 1971 schreibt Christa Wolf erstmals sehr persönlich über ein Thema, das sie ihr Leben lang begleitet: Die dramatische Flucht ihrer Familie aus Landsberg an der Warthe im Januar 1945. Aus der Perspektive einer Fünfzehnjährigen beschreibt sie das Trauma der Vertreibung und bietet dabei auch ungeschönt Einblicke in das Leben der Kaufmannsfamilie. Im Zentrum aller Entscheidungen die resolute Mutter, die das Offensichtliche ignoriert – die beunruhigenden Nachrichten von der Front und die Flüchtlingsströme aus dem Osten. Bis zu jenem Wintermorgen, an dem auch diese der bitteren Wahrheit ins Auge blicken muss, dass ein Bleiben unmöglich ist. Ein berührender, intensiver Bericht – ausdrucksstark gelesen von Dagmar Manzel.

Bonusmaterial: Gerhard Wolf spricht über die Entstehungsgeschichte der Urfassung von Kindheitsmuster, über das Trauma der Flucht und Christa Wolfs Verhältnis zu ihrer Familie, insbesondere zu ihrer Mutter. Ein umfangreiches Booklet enthält ein Nachwort von Gerhard Wolf sowie Faksimiles der Fassung und exklusive Privatfotos.