Dagmar Manzel liest in Berlin aus „Nachruf auf Lebende“ von Christa Wolf

Am 23. März wird Dagmar Manzel um 16 Uhr im Kino Babylon Berlin-Mitte auf Christa Wolfs „Nachruf auf Lebende“ lesen. Im Anschluss folgt ein Nachwort von Gerhard Wolf.

Karten sind im Vorverkauf für 15,- im Babylon und an vielen Vorverkaufskassen erhältlich.

1971 schreibt Christa Wolf erstmals sehr persönlich über ein Thema, das sie ihr Leben lang begleitet: Die dramatische Flucht ihrer Familie aus Landsberg an der Warthe im Januar 1945. Aus der Perspektive einer Fünfzehnjährigen beschreibt sie das Trauma und bietet auch ungeschönt Einblicke in das Leben ihrer Familie: Die dominante Mutter als Mittelpunkt der Familie, die das Offensichtliche ignoriert – die beunruhigenden Nachrichten von der Front und die Flüchtlingsströme aus dem Osten. Bis zu jenem Wintermorgen, an dem plötzlich vollgestopfte Säcke im Flur stehen und auch die Mutter begreift, dass ein Bleiben unmöglich ist.

Christa Wolf, geboren 1929, gestorben 1.12.2011. Sie zählte zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellerinnen der Gegenwart; ihr umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk wurde in viele Sprachen übersetzt und mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der Georg-Büchner-Preis und der Deutsche Buchpreis für ihr Gesamtwerk.

Dagmar Manzel wurde 1958 in Berlin geboren. Zahlreiche Rollen in Film und Fernsehen, für die sie u. a. mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Auch im Musiktheater feiert sie große Erfolge, zuletzt mit »Kiss me, Kate« und »Die Sieben Todsünden« an der Komischen Oper Berlin. Dagmar Manzel erhielt 2013 den Deutschen Hörbuchpreis als beste Interpretin für Christa Wolfs Erzählung „August“.