Biografie

Winfried Glatzeder wurde 1945 in Zoppot bei Danzig geboren und wuchs in Berlin auf. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Maschinenbauer und studierte anschließend Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam Babelsberg. Mit Filmen wie »Zeit der Störche« (1970, Regie: Siegfried Kühn) und »Der Mann, der nach der Oma kam« (1971, Regie: Roland Oehme) avancierte er bald zu einem der beliebtesten Schauspieler der DEFA. Die wichtigste und prägendste Leinwandrolle für ihn sollte jedoch die des Paul an der Seite von Angelica Domröse in Heiner Carows Film »Die Legende von Paul und Paula« werden (1972, Drehbuch: Ulrich Plenzdorf). Von 1971 bis 1982 gehörte Glatzeder überdies zum Ensemble der Volksbühne Berlin (Ost), wo er vor allem unter der Regie von Fritz Marquardt, Benno Besson, und Matthias Langhoff spielte. 1982 siedelte er mit seiner Frau Marion sowie den beiden Söhnen Robert und Philip nach West-Berlin über, wo er sein Fernsehdebüt in Peter Beauvais’ »Der Kunstfehler« gab. Es folgten Arbeiten mit Regisseuren wie István Szabó, Margarethe von Trotta, Herwig Kipping und Leander Hausmann. Neben Gastengagements an Bühnen in Düsseldorf, Hamburg, Wien und Berlin wurde Glatzeder im Westen vor allem als Berliner Tatort-Kommissar Roiter bekannt.

Foto: Susanne Schleyer