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»Eines der beeindruckendsten Hörspiele der vergangenen Jahre.«
Deutschlandradio Kultur, Ralf Bei der Kellen, 02.11.2015
»Als Hörspiel... wird „Wir“ durch die vom Radio-Sinfonieorchester des SWR eingespielte Musik und die Besetzung zum großartigen Hör-Kino.«
Platz 1 der hr2-Hörbuchbestenliste November 2015, Jurybegründung
»Ausgerechnet diesem Roman ein Hörspiel mit großer, keinen Effekt scheuender Orchestermusik abzugewinnen, scheint ein abenteuerlicher Einfall. Aber es glückt, die Negativutopie wird zur wuchtigen Charakterstudie...«
Süddeutsche Zeitung, Jens Bisky, 13.10.2015
»Wer „Wir“ in Christoph Kalkowskis opulenter Hörspielinszenierung begegnet, den erfüllt Beklommenheit... 90 spannende Minuten, mit filmreif komponierter Musik.«
WAZ, Lars von der Gönna, 15.10.2015
»Das Hörspiel mit eigens komponierter, an die Stummfilmzeit erinnernde Musik vom Radio-Sinfonieorchester Stuttgart ist ein ausgezeichneter Grund, Samjatin
neu zu entdecken.«
Neues Deutschland, Sebastian Loschert, 28.11.2015
»Das Ensemble spielt durchweg glänzend, vor allem Andreas Pietschmann, Hanns Zischler und Jana Schulz. »Wir« ist eine Entdeckung!«
WDR 3 Passagen, Christian Kosfeld, 24.09.2015
»Ein Sinfonieorchester und düster-dräuende Elektronik sorgen für akustisches Hollywood... Wer großes Hörkino mag, dem sei die Hörspielfassung empfohlen.«
Bayern 5 aktuell, Hörbuch der Woche, Bernhard Jugel, 02.10.2015
»Ein akustisches Erlebnis.«
MDR Figaro, Bastian Wierzioch, 06.10.2015
»Das Ding hat es tatsächlich in sich und ist mit sehr großem Aufwand und mit sehr viel Liebe zum Detail produziert worden. Das ist wirklich Kino...«
radioeins, Die Literaturagenten, Marion Brasch, 31.01.2016
»Die Hörspielfassung ist sensationell: Packend inszeniert... Vor allem aber mit großartigen Sprechern... Sie alle machen „Wir" zu einem akustischen Gesamtkunstwerk.«
BÜCHER Magazin, Michael Knoll, 20.11.2015
»Der Sound ist bombastisch... Ein großer Sog geht aus von dieser Zeitreiserakete in eine schöne alte Zukunft.«
IN München, Jonny Rieder, 08.10.2015
»... eine zeitlos gültige Anti-Utopie. Diesen anspruchsvollen Stoff hat Ben Neumann in Zusammenarbeit mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart beim Südwestrundfunk zu einem bewegenden Gesamtkunstwerk umgesetzt.«
Ostthüringer Zeitung, Annerose Kirchner, 30.10.2015
»Musikern, Sprechern und Technikern gelingt es, die Atmosphäre des „Einzigen Staates“ einzufangen... Am Ende des 90 Minuten langen Spiels bleibt nur die eine Frage: Was sind wir bereit aufzugeben, um unser persönliches – und kollektives – Glück zu finden?«
diezukunft.de, Sonja Stöhr, 08.11.2015
»Das Hörbuch hat mich mitgerissen, von der ersten Sekunde an... «
lizzynet.de, 30.10.2015
Inhalt

Gewinner: Deutscher Hörbuchpreis 2016 in der Kategorie »Bestes Hörspiel«

Nominiert: Auf der Longlist für die Bestenliste 1/2016 vom »Preis der deutschen Schallplattenkritik«

Platz 1 der hr2-Hörbuchbestenliste November 2015
Auf der Liste der Deutschlandradio Kultur Buchempfehlungen Dezember 2015

Jewgenij Samjatins bitterböser Zukunftsroman »Wir« als Hörspiel bei DAV

26. Jahrhundert, das Mathematische Zeitalter ist angebrochen und die glückliche Nummer D-503 berichtet begeistert von den Errungenschaften des »Einzigen Staates«, wo die Menschen endlich Nummern und dem unzivilisierten Zustand der Freiheit entwachsen sind. In gläsernen Wohnungen führen sie ein glückliches Leben unter dem segensreichen Joch der Vernunft, jeder Bereich ihres Lebens ist bis auf die Sekunde genau durch die »Gesetzestafeln« geregelt. D-503 preist dieses vollkommene Glück des Einheitlichen Staates in seinen Aufzeichnungen. Doch dann verliebt er sich in die rebellische I-330, die ihm die Welt jenseits der gläsernen Stadt zeigt und seinen Glauben an das System ins Wanken bringt. Samjatins bitterböser utopischer Zukunftsroman hat auch heute, im Zeitalter gläserner Identitäten und der zunehmenden Überwachung von Seiten des Staates und multinationaler Konzerne, nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

Die wechselvolle Geschichte des Klassikers von Jewgenij Samjatin

Schon 1920, als Jewgenij Samjatin seinen utopischen Zukunftsroman »Wir« abfasste, war sein Vertrauen in die russischen Machthaber erschüttert. Erst 1931, nach vielen Jahren der Enttäuschung – seine Werke wurden verbannt, seine Theaterstücke nicht mehr aufgeführt – schrieb er verbittert an Josef Stalin: »Ich bitte um die Erlaubnis, mit meiner Frau ins Ausland zu gehen, mit dem Recht zurückzukehren, sobald es in unserem Land möglich ist, großen Ideen in der Literatur zu dienen, ohne vor kleinen Leuten zu Kreuze zu kriechen.« Die Ausreise wurde gewährt, und sein regimekritischer Roman »Wir« sollte trotz der Schikanen seine Leser finden. Schon früh gelangte eine Kopie von Samjatins Roman außer Landes, sodass er in England, Frankreich und Tschechien übersetzt werden konnte. Wie schon George Orwell in einer Rezension von 1946 bemerkte, weist »Wir« zahlreiche Parallelen zu Aldous Huxleys »Schöne neue Welt« auf und gilt heute auch als Vorläufer von George Orwells »1984«. Erst 1958 erschien die deutsche Übersetzung von Samjatins »schwarzer« Utopie im Verlag Kiepenheuer & Witsch, der kürzlich mit Leif Randts »Planet Magnon« erneut eine Utopie herausgebracht hat, die man in die Linie Samjatin, Huxley, Orwell einreihen kann.

Ein Hörspiel, das es in sich hat – eine aufwendige Produktion von SWR2

Bei Der Audio Verlag erscheint Jewgenij Samjatins Zukunftsroman »Wir« in einer Bearbeitung von Ben Neumann als aufwendige Hörspielproduktion von SWR2. Angestoßen von Regisseur Christoph Kalkowski entstand die Produktion in Zusammenarbeit mit dem Radio-Sinfonie-Orchester Stuttgart, mit eigens für das Hörspiel komponierter Musik von Raphael Thöne. So ist ein beeindruckendes Hörspiel entstanden, das nicht zuletzt wegen der stimmlichen Leistung von Hanns Zischler, Andreas Pietschmann und Jana Schulz ein Muss für jeden Hörspiel-Fan ist.

Ein prominent besetztes Sprecherensemble für ein beeindruckendes Hörspiel von SWR2

Mit sanfter Stimme führt Andreas Pietschmann den systemtreuen D-503 ein und schafft es eindrücklich, dem Hörer die voranschreitende Dekonstruktion des Charakters zu vermitteln. Mit Hanns Zischler als »Wohltäter« ist zudem ein versierter Sprecher verpflichtet worden, der für DAV die Hörbücher von Helmut Schmidt eingesprochen hat und mit seiner vollen Stimme den ideologischen Ausführungen des Machthabers in »Wir« Nachdruck verleiht. Verführerisch und mitreißend erweckt die Schauspielerin Jana Schulz den Charakter der I-330 zum Leben. Es ist ein wunderbares Hörspiel entstanden, das Jewgenij Samjatins »Wir« in neuem Glanz erstrahlen lässt. Das Hörspiel erscheint bei DAV auf zwei CDs mit einem mehrseitigen Booklet.

Sprecher

Hanns Zischler

Hanns Zischler, geboren 1947 in Nürnberg, arbeitet als Schauspieler, Publizist und freischaffender Künstler. Neben zahlreichen Auftritten im Fernsehen ist er seit 1967 in deutschen und internationalen Filmen zu sehen, wie z. B. in Wim Wenders »Im Lauf der Zeit«, Rudolf Thomes »Berlin Chamissoplatz«, Robert van Ackerens »Eine flambierte Frau«, Costa Gavras »Amen«, Liliana Cavanis »Ripley’s Game« und Steven Spielbergs »Munich«.
Seine Veröffentlichungen befassen sich mit Forschungen zum frühen Film, Berliner Stadt- und Literaturgeschichte und dem Verhältnis zwischen Kunst und Wissenschaft.

Andreas Pietschmann

Andreas Pietschmann wurde 1969 in Würzburg geboren. Er studierte von 1993 bis 1996 an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum und war danach vier Jahre am Schauspielhaus Bochum engagiert. Zur Spielzeit 2000/2001 wechselte Pietschmann ans Hamburger Thalia Theater und wirkte dort an zahlreichen Produktionen mit (»Hamlet«, »Fight City. Vineta«). Neben dem Theater arbeitet Andreas Pietschmann außerdem für Film und Fernsehen und spielte unter anderem in »Sonnenallee« (1998), »FC Venus« (2006) und »GSG9 – Ihr Einsatz ist ihr Leben« (seit 2006) mit.

1 h 35  min

2 CDs

  • Genre:

    Schwarze Utopie/Literatur/Klassiker

  • Format:

    Hörspiel

  • Veröffentlichung:

    22.09.2015

  • Übersetzer:

    Gisela Drohla

  • ISBN:

    978-3-86231-591-8

  • UVP:

    EUR 16,99
    |
    SFR 23,50

Pressematerial

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