Stationschef Fallmerayer und Der Leviathan

Gekürzte Fassung mit August Riehl, Josef Manoth

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»Jede Seite, jede Zeile ist wie die Strophe eines Gedichts, gehämmert mit dem genauesten Bewusstsein für Rhythmus und Melodik.« STEFAN ZWEIG ÜBER JOSEPH ROTH
Inhalt

Bei einem Zugunglück kommt Bahnhofsvorsteher Fallmerayer der attraktiven russischen Gräfin Anja Walewska zu Hilfe. Aus Liebe zu ihr verlässt er Heimat und Familie und verbringt fortan sein Leben an Anjas Seite – bis deren Ehemann aus dem Krieg zurückkehrt. Auch der Händler Piczenik in Roths Erzählung »Der Leviathan« hat eine Schwäche für Schönheit, insbesondere für die farbenfrohen Korallen, von deren Verkauf er lebt. Doch als sein Geschäft unerwartet Konkurrenz bekommt, trifft er eine Entscheidung mit lebensgefährlichen Konsequenzen. August Riehl und Josef Manoth lesen Roths Geschichten über zwei Männer, die für ihre große Leidenschaft alles aufs Spiel setzen.

Autor

Joseph Roth

Joseph Roth wurde in Brody/Ostgalizien als Sohn jüdischer Eltern geboren. Nach einem Germanistik-Studium in Wien nahm er als österreichischer Offizier bis Kriegsende am 1. Weltkrieg teil. 1919 begann er seine journalistische Karriere bei der Wiener Tageszeitung „Der neue Tag“.

1920 übersiedelte er nach Berlin. In der Folgezeit entwickelte er sich als Feuilletonist, Reiseschriftsteller und Essayist zu einem der glänzendsten Stilisten des deutschsprachigen Raums. Als Paris-Korrespondent der „Frankfurter Zeitung“ arbeitete er in Frankreich und schrieb aufsehenerregende Reportage-Serien über seine Reisen nach Polen, Russland, Albanien, Italien – und ins Saargebiet.

Roth, der Wert darauf legte, in den namhaften linken und bürgerlich liberalen Zeitungen, für die er schrieb, nicht „Zugabe, sondern Hauptmahlzeit“ zu sein, ließ auch seine belletristischen Werke zuerst in Zeitungen als Fortsetzungsdrucke erscheinen. Als Romancier und Novellist gehört er zu den bedeutendsten Autoren der Zwischenkriegszeit und des Exils. Seine wichtigsten Romane „Hiob“, „Die Kapuzinergruft“, „Die Legende vom heiligen Trinker“, „Radetzkymarsch“, „Das Spinnennetz“ wurden zwischen 1963 und 1989, u. a. von Johannes Schaaf und Bernhard Wicki verfilmt.

Als Roths Frau Friedl 1928, sechs Jahre nach der Hochzeit, an Schizophrenie erkrankte, hatte dies schwere Schuldgefühle und eine desolate finanzielle Situation für Joseph Roth zur Folge. Er wurde zum Trinker und starb 1939 im Pariser Exil im Alter von nur 45 Jahren. Seine Frau wurde 1940 von den Nazis ermordet.

1 h 53  min

1 CD

  • Genre:

    Literatur/Klassiker

  • Format:

    Lesung

  • Fassung:

    gekürzt

  • Veröffentlichung:

    10.03.2017

  • ISBN:

    978-3-7424-0037-6

  • UVP:

    EUR 10
    |
    SFR 14,9

Pressematerial

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