Stationschef Fallmerayer und Der Leviathan

Gekürzte Fassung mit August Riehl, Josef Manoth

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»Jede Seite, jede Zeile ist wie die Strophe eines Gedichts, gehämmert mit dem genauesten Bewusstsein für Rhythmus und Melodik.« STEFAN ZWEIG ÜBER JOSEPH ROTH
Inhalt

»Der Leviathan« und »Stationschef Fallmerayer« von Joseph Roth als Hörbuch in der Klassiker-Edition »Große Werke. Große Stimmen.« bei Der Audio Verlag, gelesen von August Riehl und Josef Manoth

Mit »Der Leviathan« und »Stationschef Fallmerayer« hat der BR zwei von Joseph Roths bekanntesten Novellen vertont. Es geht gleichermaßen um Leidenschaft wie um Moral und Prinzipien, und um Entscheidungen, die letztere ganz plötzlich zum Wackeln bringen. Beide Geschichten entführen den Hörer in die ganz eigene Welt ihrer Protagonisten und sorgen dafür, dass deren – objektiv gesehen – doch so offensichtlich lösbare Gewissenkonflikte in ihrer Problematik plötzlich erstaunlich gut nachvollziehbar erscheinen. Die vom BR produzierten Lesungen der beiden Klassiker von Joseph Roth erscheinen als Hörbuch bei DAV.

»Es gibt viel mehr Arten von Korallen, als die gewöhnlichen Leute wissen, die sie nur aus den Schaufenstern oder Läden kennen.«

Lesen kann der jüdische Korallenhändler Nissen Piczenik nicht, deshalb lässt er sich aus den Zeitungen vorlesen – »etwaige maritime Nachrichten« stets zuerst. Er ist der angesehenste Korallenhändler der Gegend und doch, als ein Konkurrent mit billigem, falschem Schmuck viel mehr einnimmt als er und sein Geschäft kurz vor dem Aus steht, kann er nicht widerstehen. Er betrügt seine Kundschaft und verrät damit nicht nur sich selbst, sondern auch seine so geliebten Korallen.
Wie Piczenik in »Der Leviathan« macht sich auch Stationschef Fallmerayer, zentrale Figur der gleichnamigen Novelle, des Betrugs schuldig. Er hintergeht seine Frau mit der schönen russischen Gräfin, um die er sich nach einem Zugunglück kümmert und lässt sich schließlich sogar für seine Liebschaft scheiden. Auch in »Stationschef Fallmerayer« geht es also, wenn auch nicht in gleicher Hinsicht, um Verrat. Und für beide Protagonisten hat das unsittliche Handeln letztlich schwerwiegende Konsequenzen.

August Riehl und Joseph Manoth lesen zwei unterhaltsame Novellen, zum Träumen und zum Nachdenken

August Riehl und Jospeh Manoth vermögen es, mit ihren Stimmen das zu tun, was Hörbücher jeder Art nicht nur zu Unterhaltung, sondern zu eigenen kleinen Welten werden lässt: Sie erwecken ihre Figuren zum Leben. Ganz wie die Textvorlage von Joseph Roth, erschaffen die beiden Sprecher mit feiner Sorgfalt einzigartige Charaktere, die sich so facettenreich und doch stimmig etablieren, dass sich ihr fiktives Leben Nuance für Nuance zum wahrhaftigen Hörerlebnis wandelt. Die BR-Produktion erscheint bei Der Audio Verlag als Hörbuch in der Reihe »Große Werke. Große Stimmen.« auf 1 mp3-CD.

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Autor

Joseph Roth

Joseph Roth wurde in Brody/Ostgalizien als Sohn jüdischer Eltern geboren. Nach einem Germanistik-Studium in Wien nahm er als österreichischer Offizier bis Kriegsende am 1. Weltkrieg teil. 1919 begann er seine journalistische Karriere bei der Wiener Tageszeitung „Der neue Tag“.

1920 übersiedelte er nach Berlin. In der Folgezeit entwickelte er sich als Feuilletonist, Reiseschriftsteller und Essayist zu einem der glänzendsten Stilisten des deutschsprachigen Raums. Als Paris-Korrespondent der „Frankfurter Zeitung“ arbeitete er in Frankreich und schrieb aufsehenerregende Reportage-Serien über seine Reisen nach Polen, Russland, Albanien, Italien – und ins Saargebiet.

Roth, der Wert darauf legte, in den namhaften linken und bürgerlich liberalen Zeitungen, für die er schrieb, nicht „Zugabe, sondern Hauptmahlzeit“ zu sein, ließ auch seine belletristischen Werke zuerst in Zeitungen als Fortsetzungsdrucke erscheinen. Als Romancier und Novellist gehört er zu den bedeutendsten Autoren der Zwischenkriegszeit und des Exils. Seine wichtigsten Romane „Hiob“, „Die Kapuzinergruft“, „Die Legende vom heiligen Trinker“, „Radetzkymarsch“, „Das Spinnennetz“ wurden zwischen 1963 und 1989, u. a. von Johannes Schaaf und Bernhard Wicki verfilmt.

Als Roths Frau Friedl 1928, sechs Jahre nach der Hochzeit, an Schizophrenie erkrankte, hatte dies schwere Schuldgefühle und eine desolate finanzielle Situation für Joseph Roth zur Folge. Er wurde zum Trinker und starb 1939 im Pariser Exil im Alter von nur 45 Jahren. Seine Frau wurde 1940 von den Nazis ermordet.

1 h 53  min

1 CD

  • Genre:

    Klassiker/Literatur

  • Format:

    Lesung

  • Fassung:

    gekürzt

  • Veröffentlichung:

    10.03.2017

  • ISBN:

    978-3-7424-0037-6

  • UVP:

    EUR 10

Pressematerial

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