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Hörspiel mit Axel Corti

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Inhalt

Provinzialismus, Korruption und aufstrebender Nationalismus bestimmen das München der 20er Jahre. Das erfährt Dr. Martin Krüger, Direktor der staatlichen Sammlungen, bitter am eigenen Leib. Mit seiner Vorliebe für expressionistische Kunst ist er den politischen Mächten ein Dorn im Auge. Ein hinterhältig angezettelter Meineidsprozess befördert ihn kurzerhand ins Gefängnis. Das atmosphärische SWR-Hörspiel zeichnet nicht nur die aufstrebende Macht der Faschisten nach, sondern ist zugleich eindrucksvolles Gesellschaftspanorama einer ganzen Epoche.

Autor

Lion Feuchtwanger

Lion Feuchtwanger wird 1884 in München als Sohn eines vermögenden jüdischen Margarinefabrikanten geboren. Er studierte Germanistik und Geschichte in München und Berlin und noch während er an seiner Dissertation arbeitet, verkehrt er bereits im Kreise der Münchener Bohème. Er verfasst erste Dramen, Erzählungen, Theaterkritiken. Schon sehr früh entdeckt er das Talent des jungen Bertolt Brecht, mit dem ihn alsbald eine lebenslange Freundschaft verbindet.

Während des Ersten Weltkriegs 1914 wird Feuchtwanger zum Wehrdienst eingezogen, aus gesundheitlichen Gründen aber suspendiert und zum frühen Kriegsgegner. Mit seinen ersten historischen Romanen »Die häßliche Herzogin Margarete Maultasch« und »Jud Süß« erlangt er Weltruhm. Schon sehr früh erkennt er die Gefahr, die von Hitler und der NSDAP ausgeht. 1930 erscheint der Roman »Erfolg«, in dem Feuchtwanger ein sarkastisches Sittengemälde Bayerns von 1921 bis 1924 zeichnet. 1933, während der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland, befindet sich Feuchtwanger auf einer Vortragsreise durch die USA. Aufgrund seiner politisch literarischen Arbeit und seiner jüdischen Abstammung kehrt er nicht nach Deutschland zurück. Sein Name taucht 1933 in der ersten Ausbürgerungsliste Hitlerdeutschlands auf. Seine Bücher werden verboten, Haus und Vermögen konfisziert. Im französischen Sanary-sur-Mer vollendet er u. a. die »Wartesaal«- und die »Josephus«-Trilogie. Seine öffentlichkeitswirksame Unterstützung für Stalins Sowjetunion diskreditierte den Schriftsteller für lange Zeit in den Augen des Westens – trotz allem entschied er sich schließlich für die Emigration in die USA. Ab 1941 lebt Feuchtwanger in Kalifornien, seinem Antrag auf Einbürgerung aber wird nie stattgegeben. Er verfasst weiterhin historische Romane, Erzählungen, Stücke und Essays. Er stirbt 1958 in Pacific Palisades.

Sprecher

Axel Corti

Axel Corti wurde am 7. Mai 1933 in Paris als Sohn deutscher Eltern geboren. Er besuchte die Schule in Frankreich, der Schweiz, Italien und Österreich. Nach dem Abitur wurde er Sprecher beim Österreichischen Rundfunk in Innsbruck, 1956 übernahm er die Leiterung der Literatur- und Hörspielabteilung des ORF Studio Tirol, 1958 wurde er Dramaturg und Regisseur am Burgtheater in Wien, ab 1963 auch Filmregisseur. Er drehte u. a. 1971 »Der Fall Jägerstätter«, 1973 »Ein junger Mann aus dem Innviertel – Adolf Hitler«, 1976 »Der junge Freud«, 1983 »Herrenjahre«, 1984 »Eine blaßblaue Frauenschrift«, 1982 bis 85 die Emigranten-Trilogie »Wohin und zurück« und 1993 »Radetzykymarsch«. Axel Corti erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter zweimal die Goldene Kamera und zweimal den Adolf Grimme Preis in Gold. Axel Corti starb am 29. Dezember 1993 in Oberndorf bei Salzburg.

5 h 55  min

5 CDs

  • Genre:

    Klassiker/Literatur

  • Format:

    Hörspiel

  • Veröffentlichung:

    01.02.2008

  • ISBN:

    978-3-89813-752-2

  • UVP:

    EUR 14,99

Pressematerial

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