Die Legende vom heiligen Trinker / April – Die Geschichte einer Liebe

Gekürzte Fassung mit Ernst Schlott, Volker Spahr

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»Roths Erzählungen versammeln wunderschöne, kunstvolle, scharf beobachtete und stilistisch meisterliche Prosastücke.« Kulturradio
Inhalt

Zwei Erzählungen, die berühren: »Die Legende vom heiligen Trinker« und »April – Die Geschichte einer Liebe« von Joseph Roth als Lesungen bei DAV

Joseph Roth ist nicht nur für seine meisterhaften Romane berühmt. Auch seine zahlreichen Erzählungen und Novellen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit bei Literaturfans jeden Alters. Besonders bekannt ist die Novelle »Die Legende vom heiligen Trinker«. Die bereits zweifach verfilmte Geschichte des Obdachlosen Andreas ist bei Der Audio Verlag als Lesung mit Ernst Schlott in der Edition »Große Werke. Große Stimmen« erschienen. Das Hörbuch, das in Kooperation mit dem BR entstand und eine mp3-CD umfasst, enthält außerdem Roths dramatische Erzählung »April – Die Geschichte einer Liebe«, gelesen von Volker Spahr.

Das Hörbuch »Die Legende vom heiligen Trinker«: Ein unerwarteter Geldsegen

Nachdem der polnische Kohlenarbeiter Andreas Kartak in Notwehr den Mann seiner französischen Geliebten Karoline erschlagen hat, muss er für zwei Jahre ins Gefängnis. Wieder auf freiem Fuß, verbringt er seine Tage als Stadtstreicher in Paris, seine Nächte unter den Brücken der Seine. Eines Tages bietet ihm ein Fremder 200 Francs an. Andreas weigert sich aus Ehrgefühl, das Geld anzunehmen. Erst als sein Gönner ihm eine Möglichkeit aufzeigt, den Betrag zurückzuzahlen, lässt er sich umstimmen. Andreas‘ Entschluss steht fest: Er möchte sich der Leihgabe würdig erweisen und die volle Summe zurückgeben – wenn nur der Alkohol nicht wäre, dem Andreas ganz und gar verfallen ist. Ein Glück, dass die überraschende Leihgabe des Fremden nicht das letzte Wunder war, das Andreas widerfährt.

Auf der Durchreise: »April – Die Geschichte einer Liebe« von Joseph Roth

Der Erzähler der Novelle »April« kommt auf seiner Reise nach New York durch eine kleine Stadt, in der er für einige Wochen verweilt. Dort verliebt er sich in eine junge Frau, die er an einem Fenster sitzen sieht und von nun an aus der Ferne anhimmelt. Doch ist seine Liebe zu der schönen Fremden wirklich so unsterblich, wie sie ihm zunächst erscheint? Als der Erzähler erfährt, dass die Angebetete schwer krank ist und nicht mehr lange leben wird, wird er vor eine schwierige Entscheidung gestellt.

Die BR-Lesungen »Die Legende vom heiligen Trinker« mit Ernst Schlott und »April – Die Geschichte einer Liebe« mit Volker Spahr auf einem Hörbuch vereint!

Roths ergreifende Erzählungen über die überraschenden Wendungen, die das Schicksal für uns bereithält, wurden vom BR als stimmungsvolle Lesungen produziert. »Die Legende vom heiligen Trinker« in der Interpretation von Schauspieler Ernst Schlott und »April – Die Geschichte einer Liebe«, gelesen von Volker Spahr, machen den Hörer mit zwei Figuren bekannt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und doch sind beide Erzählungen durch Roths Scharfsinn und schriftstellerisches Talent eng miteinander verbunden. Für Joseph-Roth-Fans finden sich in der DAV-Klassiker-Edition »Große Werke. Große Stimmen.« zahlreiche weitere Hörbücher, wie beispielsweise die Romane »Hiob« und »Radetzkymarsch« und die Novelle »Die Geschichte der 1002. Nacht«.

Weitere Hörbücher von Joseph Roth bei DAV:

Autor

Joseph Roth

Joseph Roth wurde in Brody/Ostgalizien als Sohn jüdischer Eltern geboren. Nach einem Germanistik-Studium in Wien nahm er als österreichischer Offizier bis Kriegsende am 1. Weltkrieg teil. 1919 begann er seine journalistische Karriere bei der Wiener Tageszeitung „Der neue Tag“.

1920 übersiedelte er nach Berlin. In der Folgezeit entwickelte er sich als Feuilletonist, Reiseschriftsteller und Essayist zu einem der glänzendsten Stilisten des deutschsprachigen Raums. Als Paris-Korrespondent der „Frankfurter Zeitung“ arbeitete er in Frankreich und schrieb aufsehenerregende Reportage-Serien über seine Reisen nach Polen, Russland, Albanien, Italien – und ins Saargebiet.

Roth, der Wert darauf legte, in den namhaften linken und bürgerlich liberalen Zeitungen, für die er schrieb, nicht „Zugabe, sondern Hauptmahlzeit“ zu sein, ließ auch seine belletristischen Werke zuerst in Zeitungen als Fortsetzungsdrucke erscheinen. Als Romancier und Novellist gehört er zu den bedeutendsten Autoren der Zwischenkriegszeit und des Exils. Seine wichtigsten Romane „Hiob“, „Die Kapuzinergruft“, „Die Legende vom heiligen Trinker“, „Radetzkymarsch“, „Das Spinnennetz“ wurden zwischen 1963 und 1989, u. a. von Johannes Schaaf und Bernhard Wicki verfilmt.

Als Roths Frau Friedl 1928, sechs Jahre nach der Hochzeit, an Schizophrenie erkrankte, hatte dies schwere Schuldgefühle und eine desolate finanzielle Situation für Joseph Roth zur Folge. Er wurde zum Trinker und starb 1939 im Pariser Exil im Alter von nur 45 Jahren. Seine Frau wurde 1940 von den Nazis ermordet.

Sprecher

Ernst Schlott

Ernst Schlott war als Schauspieler an verschiedenen deutschsprachigen Bühnen engagiert und spielte auch in Kinofilmen mit, beispielsweise in Josef von Bákys »Intermezzo« (1936) und »Wir Wunderkinder« (1958) von Kurt Hoffmann. Nach 1945 erhielt Schlott eine feste Anstellung als Sprecher beim Bayerischen Rundfunk und wirkte an zahlreichen Hörfunkproduktionen des Senders mit.

1 h 52  min

1 CD

  • Genre:

    Klassiker

  • Format:

    Lesung

  • Fassung:

    gekürzt

  • Veröffentlichung:

    23.09.2016

  • ISBN:

    978-3-86231-878-0

  • UVP:

    EUR 10,00

Pressematerial

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