Das siebte Kreuz

Ungekürzte Fassung mit Martin Wuttke

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»Dieses Hohelied auf die Kraft der Schwachen wird von Martin Wuttke poetisch und konkret, entschieden und abwägend interpretiert.«
Platz 1 der hr2-Hörbuchbestenliste Dezember 2015
»Wuttkes Lesung ist wie der Roman: auch so viele Jahrzehnte danach eine Zumutung, ein Wechselbad. Etwas Kostbares also.«
WAZ, Lars von der Gönna, 23.11.2015
»...[Martin Wuttke] entdeckt den Roman gleichsam neu. Er liest mit ruhiger, fester Stimme, entschieden und abwägend. Die Figuren bekommen eine eigene Färbung, sie werden differenziert charakterisiert. Wuttkes kraftvolle, spannende und poetische Lesung wirkt wie ein Sog.«
Sächsische Zeitung, Rainer Kasselt, 23.01.2016
»Ein Klassiker des Literaturunterrichts...wäre wieder zu entdecken: die dramatische, bewegende Flucht des KZ-Häftlings Georg Heisler...«
MDR Figaro, Jörg Sobiella, 10.02.2016
»>Das siebte Kreuz< ist ein ständiges Miterleben und Mitfühlen...«
literaturmarkt.info, Christoph Mahnel, 26.11.2015
»Martin Wuttke liest ihre [Anna Seghers'] von Anfang bis Ende fesselnde und mitreißende Geschichte pointiert, voller Empathie und kraftvoller, klarer Figurenzeichnung.«
ekz.Bibliotheksservice, Ulrike Bischof, 07.12.2015
Inhalt

Platz 1 der hr2-Hörbuchbestenliste Dezember 2015

Das siebte Kreuz – Der Klassiker deutscher Exilliteratur

1937: Gemeinsam mit sechs weiteren Schutzhäftlingen gelingt dem Arbeiter Georg Heisler die Flucht aus dem Konzentrationslager Westhofen bei Worms. Innerhalb von sieben Tagen, so ordnet der cholerische Lagerkommandant Fahrenberg an, sollen die sieben Gefangenen wieder eingefangen sein, und lässt die Gipfel von sieben Platanen abschlagen und einen Querbalken anschlagen: Sieben Kreuze für die sieben Flüchtigen. Während sechs der Häftlinge versuchen, sich alleine durchzukämpfen sucht Georg Heisler Hilfe. Er schlägt sich bis zu seiner Freundin Leni nach Frankfurt durch. Dort eintreffend, erfährt er, dass Leni mit einem Nazi zusammenlebt, die nahe geglaubte Rettung zerschlägt sich. Verletzt und von der Flucht geschwächt, sucht Georg einen Arzt auf, der sich, trotz der Gefahr, in die er sich und seine Familie durch die Behandlung eines Flüchtigen bringt, seinen Wunden annimmt. Obwohl Georg Heisler auch in der Folge in lebensbedrohliche Situationen gerät, gibt er nicht auf und verlässt sich weiterhin auf die Hilfsbereitschaft seiner Mitmenschen. Immer wieder müssen diese sich entscheiden: Zwischen Egoismus und Solidarität, zwischen blinder Obrigkeitstreue und eigenverantwortlichem Handeln.

Ein Hörbuch über die Freiheit

Anna Seghers Roman »Das siebte Kreuz« endet mit den Worten: »Wir fühlten alle, wie tief und furchtbar die äußeren Mächte in den Menschen hineingreifen können, bis in sein Innerstes, aber wir fühlten auch, dass es im Innersten etwas gab, was unangreifbar war und unverletzbar.« Als die gebürtige Mainzerin Anna Seghers mit den Arbeiten an diesem deutschen Schicksalsroman begann, lebte sie schon mit ihren Kindern im Exil in Südfrankreich. 1941 gelang der Familie die Ausreise über Martinique, Santo Domingo, Ellis Island/New York ins Exil nach Mexiko. Hier erscheint 1942 »Das siebte Kreuz« im Exilverlag »El Libro Libre« erstmals vollständig in deutscher Sprache und als englische bebilderte Übersetzung in zahlreichen Zeitungen in den USA. In einem Interview mit dem amerikanischen Journalisten John Stuart äußerte sich Anna Seghers über ihren Roman: »Heisler, wie ich ihn sehe, wie ich ihn zu entwerfen versucht habe, war ein durchschnittlicher Mensch. Das gleiche gilt für Wallau (…) Beide Männer stehen für die Hunderte, die dasselbe durchgemacht haben. Ich kann durchaus verstehen, dass Amerikaner sich vorstellen, diese Männer besäßen außergewöhnliche Willenskraft. Doch sie haben keine Erfahrung mit direkter Verfolgung durch die Nazis. Meine Figuren, Männer wie Frauen, kommen aus einem bestimmten Milieu. Und sollte das, was mit Deutschland geschehen ist, je auch in Amerika passieren, dann würde man rasch beobachten, wie Tausende und Abertausende eine Stärke und Ausdauer finden würden, die sie nie in sich vermutet hätten. Heislers und Wallaus gibt es überall.«

»Das siebte Kreuz« gelesen von Martin Wuttke

1947 kehrte Anna Seghers nach Deutschland zurück, wo der Aufbau Verlag 1951 mit der Herausgabe ihrer Werke begann. Zurecht zählt »Das siebte Kreuz« heute zu den bedeutendsten Romanen deutscher Sprache. Anna Seghers hat mit ihrer Geschichte über die Flucht der sieben Häftlinge gegen die Ohnmacht im Angesicht eines totalitären Regimes angeschrieben, mit dem Arbeiter Georg Heisler hat sie einen Menschen aus der Mitte des Volkes als Protagonisten gewählt, der aus der Ohnmacht ausbricht und dessen Fluchthelfer für ihr Handeln Verantwortung übernehmen. Christa Wolf schrieb über das Werk: »Der Stoff, aus dem dieses Buch gemacht ist, ist dauerhaft und unzerstörbar, wie weniges, was es auf der Welt gibt. Er heißt: Gerechtigkeit.«

»Das siebte Kreuz« von Anna Seghers erstmals als ungekürzte Lesung auf 11 CDs bei DAV

Bei Der Audio Verlag erscheint »Das siebte Kreuz« erstmals als ungekürzte Lesung auf 11 CDs in einer aufwendigen Koproduktion von hr2 und SWR2. Als Sprecher konnte der hr2 den deutschen Schauspieler und Regisseur Martin Wuttke gewinnen, der schon an zahlreichen Rundfunk- und Hörbuchproduktionen mitgewirkt hat und herausragend interpretiert hat. Der CD liegt ein Booklet bei.

Weitere Hörbücher und Hörspiele von Anna Seghers bei DAV

Bei Der Audio Verlag sind neben der Lesung von »Das siebte Kreuz« weitere Werke von Anna Seghers erschienen:

Autor

Anna Seghers

Als Netty Reiling in Mainz geboren. Nach dem Abitur 1920 studierte sie in Heidelberg und promovierte über Rembrandt. Das Pseudonym Seghers wählte sie nach dem niederländischen Maler Hercules Seghers. 1925 heiratete sie den ungarischen Soziologen Lászlo Rádvanyi, der sich später Johann Lorenz Schmidt nannte, und engagierte sich revolutionären Zirkeln und der kommunistischen Partei Deutschlands. Sie war Gründungsmitglied des „Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller“. Wegen ihrer Parteizugehörigkeit und ihrer jüdischen Abstammung floh sie 1933 nach Frankreich. Sie wird Redakteurin der „Neuen Deutschen Blätter. Monatschrift für Literatur und Kritik“. Außerdem nimmt sie an internationalen Schriftstellerkongressen teil. Um ihren Mann aus dem Internierungslager frei zu bekommen, mussten sie 1941 Frankreich sofort verlassen und so schifften sich Anna, ihre Kinder Peter und Ruth und Lászlo nach Mexico ein. 1947 kehrte Anna Seghers nach Deutschland zurück. Im gleichen Jahr begann der Aufbau Verlag mit der Edition der Exilliteratur und ihr wurde der Georg Büchner Preis verliehen. 1948 erschien ihr Roman Transit erstmals auf Deutsch. 1952 kehrte Johann Schmidt aus Mexiko zurück. Anna Seghers war Mitglied des Weltfriedensrats, Gründungsmitglied der Deutschen Akademie der Künste und Präsidentin des Schriftstellerverbands der DDR (früher deutscher Schriftstellerverband). 1983 starb Anna Seghers in Berlin.

Sprecher

Martin Wuttke

Martin Wuttke, geboren 1962 in Gelsenkirchen, ist ein deutscher Schauspieler und Regisseur. Ausgebildet an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum, spielte er nach dem Studium auf zahlreichen deutschen Bühnen, u. a. an der Volksbühne, der Schaubühne und beim Berliner Ensemble. Als Intendant des Berliner Ensembles entstand mit der Inszenierung von »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« von Bertolt Brecht eine seiner erfolgreichsten Arbeiten. Der breiten Öffentlichkeit wurde Martin Wuttke durch seine Rolle als Kommissar Keppler an der Seite von Simone Thomalla im Leipziger Tatort bekannt. Martin Wuttke lebt mit Margarita Broich und seinen beiden Söhnen in Berlin.

15 h 11  min

11 CDs

  • Genre:

    Klassiker/Literatur

  • Format:

    Lesung

  • Fassung:

    ungekürzt

  • Veröffentlichung:

    23.10.2015

  • ISBN:

    978-3-86231-588-8

  • UVP:

    EUR 29,99

Pressematerial

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