Biografie

Juli Zeh wurde 1974 in Bonn geboren und lebt in Leipzig. Sie schloss ihr Jurastudium 1998 mit dem besten Examen Sachsens ab und arbeitete anschließend bei der UNO in New York und in Krakau. Für ihr erzählerisches Debüt »Adler und Engel« (2001) wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Bücherpreis und dem Bremer Literaturpreis. Kritiker zählten das Buch zu »dem Schönsten und Wildesten, was in den letzten Jahren an deutscher Prosa erschienen ist« (»Weltwoche«).
In weiteren Büchern hat sie sich intensiv mit den Gesellschaften Ostmitteleuropas auseinandergesetzt, so in der Reportage »Die Stille ist ein Geräusch« (2002) und zuletzt in dem von ihr herausgegebenen Sammelband »Ein Hund läuft durch die Republik. Geschichten aus Bosnien« (2004). Auch in »Spieltrieb«, ihrem zweiten Roman, ist in der Beschreibung des polnischen Lehrers Smutek eine besondere Sensibilität für die schwierige deutsch-polnische Geschichte zu spüren. Juli Zeh übernahm neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit auch Lehraufträge, so war sie u.a. 2001–02 Tutorin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und von 2005–07 Gastdozentin am deutschen Literaturinstitut in Leipzig.
Neben den bekannten Romanen sind von Juli Zeh zahlreiche Essays und Artikel in Zeitungen und Zeitschriften (die ZEIT, SPIEGEL, STERN, MERIAN, DU, Die Welt, FAZ, Süddeutsche Zeitung, Stuttgarter Zeitung u.a.) erschienen. 2009 wurde sie mit dem Gerty-Spies-Literaturpreis der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.