Biografie

Wolfgang Menge wurde am 10. April 1924 in Berlin geboren. Nach einem Volontariat beim »German News Service« arbeitete er zunächst als Reporter beim Hamburger Abendblatt. Er war der erste deutsche Auslandsreporter in Tokyo nach dem Krieg und der erste deutsche Journalist, der mit der transsibirischen Eisenbahn von Peking nach Moskau fuhr. Nach seiner Rückkehr Mitte der 1960er Jahre begann er, Drehbücher zu schreiben, so z.B. für die Krimiserie »Stahlnetz«(1958-1968 und Neuauflagen von 1999-2002) und die Serie »Ein Herz und eine Seele« (1973-1976) mit Heinz Schubert als »Ekel« Alfred Tetzlaff.
Mit seinem fiktiven Film »Die Dubrow-Krise« (1969) über einen DDR-Ort, der der BRD beitritt, nahm er viele Probleme der Wiedervereinigung vorweg. Mit dem Fernsehspiel »Das Millionenspiel« (1970) prophezeite er das Reality TV. Auch mit seiner Simulation einer Fernsehsondersendung »Smog« (1973) sorgte er lange vor den Umweltschutzdiskussionen für öffentliches Aufsehen.
In den 1980er Jahren war Wolfgang Menge Mitbegründer der Talkshow »III nach Neun«.