Biografie

Erich Fried wurde in Wien geboren. Beim deutschen Einmarsch 1938 wurde sein Vater von der Gestapo ermordet. Fried floh nach London, verhalf von dort aus seiner Mutter und 70 weiteren Personen zur Flucht. Nach dem Krieg Mitarbeiter an zahlreichen neu gegründeten Zeitschriften, später Kommentator deutschsprachiger Sendungen bei der BBC. Einen Namen machte er sich mit verschiedenen Gedichtbänden, einem Roman (»Ein Soldat und ein Mädchen«, 1960) und Übersetzungen (u. a. Dylan Thomas und Shakespeare). Ab 1963 gehörte er der »Gruppe 47« an. 1979 veröffentlichte er die »Liebesgedichte«, 1986 seine Erinnerungen »Mitunter sogar Lachen«. Der Ruhm und die großen Literaturpreise (Bremer Literaturpreis, Österreichischer Staatspreis, Georg-Büchner-Preis) erreichten Fried erst als über Sechzigjährigen. Er starb 1988 und wurde auf dem Kensal Green in London begraben.