Biografie

In Deutschland brachte es der New Yorker Schriftsteller Paul Auster spätestens als Verfasser der Romanvorlage zu den Kinofilmen »Smoke« und »Blue in the Face« zu Berühmtheit. Paul Auster wurde in Newark im US-Bundesstaat New Jersey geboren. Seine ersten literarischen Versuche startete der Nachfahre einer österreichisch-jüdischen Immigrantenfamilie während seines literaturwissenschaftlichen Studiums an der New Yorker Columbia Universität: Auster versuchte sich als Lyriker und Prosa-Autor. Nach einer einjährigen literarischen Verschnaufpause, die Auster als Matrose zur Handelsmarine führte, verbrachte er drei Jahre in Frankreich. In Paris begegnete Auster Samuel Beckett, dessen Werk und Person ihn stark beeindruckten. Heute distanziert sich Auster von seinem stark von Beckett beeinflusstem Frühwerk – unter anderem von seinen ersten vier Gedichtbänden, die er nach seiner Rückkehr in die USA verfasste und die nur mäßigen Anklang fanden.
Den Ruf eines literarischen Senkrechtstarters erwarb sich Auster, nachdem er sich dem düster-verrätselten Kriminalroman zugewandt hatte. Sein kunstfertiger Erzählstil, der stets auf autobiografischen Motiven fußt, stieß sowohl in Austers Heimat als auch in Europa auf Zustimmung im Literaturbetrieb. Austers Großstadtromane »City Of Glass«, »Ghosts« und »The Locked Room« avancierten als »New York Trilogie« zur Kultlektüre.
»Smoke«, der auf einer Romanvorlage von Auster beruht, wurde 1996 auf der Berlinale mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Mit »Blue In The Face« kam im gleichen Jahr eine Fortsetzung von »Smoke« in die Kinos. 1999 führte Auster Regie bei der Verfilmung seines Romans »Lulu On The Bridge«.
Der zweifache Vater Paul Auster ist in zweiter Ehe mit der Schriftstellerin Siri Hustvedt verheiratet. Er lebt abwechselnd im New Yorker Stadtteil Brooklyn und in Vermont.